Acht Hauptrisiken und Schuldenfallen

Unsere heutige Gesellschaft ist auf Konsum ausgerichtet. In den Medien, auf dem Pausenhof, bei der Arbeit wird einem der Eindruck vermittelt, dass man nur noch etwas zählt, wenn man Statussymbole und Markenartikel besitzt. Bei steigender Arbeitslosigkeit geraten unter diesen Vorraussetzungen immer mehr Menschen an den Rand der finanziellen Machbarkeit. Doch was sind die Hauptgründe, dass Menschen in Schuldenfallen geraten und ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können.

Folgende Zahlen hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zu diesem Thema veröffentlicht: Das größte Risiko in die Schuldenfalle zu geraten hat man, wenn man arbeitslos wird (28,2 % aller Fälle). Mit bereits weitem Abstand auf dem zweiten Platz folgen Trennung, Scheidung und Tod (13,8 %), gefolgt von Krankheit (10,4 %) und einem Mittelfeld aus mangelhaft geplanter Haushaltsführung (9,3 %) und missglückter Selbständigkeit (ebenfalls 9,3 %). Die Schlusslichter bildet die falsche Immobilienfinanzierung (4,1 %), eine falsche Kreditberatung (3,5 %) und die Geburt eines Kindes oder eine Haushaltsneugründung (1,4 %). Sonstige Fälle machen 16,6 % aus. Das Statistische Bundesamt belegt ferner, dass allein erziehende Väter und Mütter gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung ein deutlich erhöhtes Risiko haben, in Schuldenfallen zu geraten.

Statistisch gesehen hat jeder Schuldner ca. 40.000,-- EUR Verbindlichkeiten, von denen 58 % gegenüber Banken sind. Betrachtet man abschließend noch die Zahlen zu der Einkommenssituation der Schuldner, so haben über 50 % von Ihnen ein monatliches Nettoeinkommen von unter 900,-- EUR. Im Falle einer Privatinsolvenz lägen diese Bezüge unter der monatlichen Pfändungsgrenze von 990,-- EUR.

Autor: mk | Veröffentlicht am Freitag, 12. Februar 2010
Tags: Arbeitslosigkeit Insolvenz Einkommen Gründe Krankheit Trennung Kredite