Aktienanleihe als Geldanlage

Viele Anleger können sich nicht sofort entscheiden, ob sie im Wertpapierbereich eher in Aktien oder in Anleihen investieren möchten, da beide Produkte ihre Vor- und Nachteile im Vergleich haben. Daher stellt neben der Wandelanleihe oder der Optionsanleihe unter anderem auch die Aktienanleihe als mögliche Alternative zur Verfügung. Es handelt sich bei der Aktienanleihe zunächst einmal um ein verzinsliches Wertpapier, also um eine Anleihe bzw. ein Rentenpapier. Die Komponente Aktien kommt mitunter bei Fälligkeit der Anleihe ins Spiel.

Bei Fälligkeit der Aktienanleihe kann sich der Emittent nämlich entscheiden, ob er den Nominalbetrag der Anleihe an den Anleger zurück zahlen möchte oder alternativ eine bereits vorher feststehende Anzahl an Aktien an den Anleger liefern möchte. Die genaue Anzahl, und natürlich auch der Name der Aktie, sind in den Anleihebedingungen festgelegt. Der Wert der Anleihe ist also immer auch an die Kursentwicklung der zugrunde liegende Aktie gekoppelt. Während der Laufzeit erhält der Anleger stets einen vereinbarten Zinssatz als Ertrag.

Man muss sich als Anleger darüber im Klaren sein, dass der Emittent bei Fälligkeit natürlich die Variante wählen wird, die ihn weniger „kostet“. Wenn nämlich die Aktien einen Gesamtkurswert haben, der sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Kurswert je Aktie ergibt, der unter dem Nominalwert der Aktienanleihe liegt, dann wird der Emittent natürlich nicht den „höheren“ Nominalwert zurück zahlen, sondern die Aktien liefern.

Liegt der Kurswert der Aktien jedoch über dem Nominalwert, wird der Emittent die Anleihe zurück zahlen. Insofern darf die Aktienanleihe auch keinesfalls mit der Wandel- oder der Optionsanleihe verwechselt werden, denn das Wahlrecht liegt hier ausschließlich beim Emittenten und nicht beim Anleger.

Autor: os | Veröffentlicht am Montag, 22. November 2010
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