Altersvorsorge für Frauen: Lücken aufdecken und rechtzeitig vorsorgen

Viele Frauen erhalten im Alter deutlich weniger Rente als ihre Ehepartner und auch bei den meisten noch erwerbsfähigen Frauen setzt sich dieser Trend fort. Oft wird der Finanzbedarf im Alter unterschätzt, während es auf der Einnahmenseite bei vielen Frauen im Rentenalter eher mager aussieht.

Ein Grund für die geringen Alterseinkünfte ist vor allem der im Vergleich zu Männern deutlich niedrigere Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Durch die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen müssen zumeist Frauen ihre Berufstätigkeit unterbrechen oder einer Teilzeittätigkeit nachgehen. Zwar werden mittlerweile Pflege- und Kinderbetreuungszeiten bei der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet, viele Männer erzielen durch ihre beruflichen Einkünfte im Vollzeitjob jedoch wesentlich höhere Rentenansprüche als Frauen.

Sich größtenteils auf die Renteneinkünfte des Ehepartner zu verlassen, endet vor allem im Hinblick auf die statistisch längere Lebenserwartung von Frauen oft in einer finanziellen Sackgasse. Frauen sollten sich zunächst unabhängig von ihrem Partner bewusst machen, welchen Finanzbedarf sie im Alter voraussichtlich haben werden und mit welchen Renteneinkünften sie bereits rechnen können.

Versorgungslücken sollten frühzeitig geschlossen werden, indem Frauen neben den Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung auch alle Möglichkeiten aus der staatlich geförderten Riester-Rente und der betrieblichen Altersversorgung in Anspruch nehmen. Fördermittel für Riester-Sparverträge einschließlich Kinderzulagen erhalten auch Frauen in Elternzeit, nicht erwerbstätige Ehefrauen oder 400 €-Jobberin. Ebenso bietet die betriebliche Altersvorsorge über die sogenannte Entgeltumwandlung attraktive Sparmöglichkeiten für Frauen in Vollzeit- und Teilzeitjobs.

Bei einer Versorgungslücke trotz staatlicher und betrieblicher Altersrentenansprüche müssen zusätzliche private Vorsorgemaßnahmen, wie etwa der Abschluss einer Rentenversicherung, getroffen werden. Mit dem Vorsorgerechner der Stiftung Warentest können Frauen den notwendigen monatlichen Sparbetrag für eine gewünschte Rentenzahlung ausrechnen.

Autor: cv | Veröffentlicht am Mittwoch, 3. November 2010
Tags: Altersvorsorge Geld Versorgungslücke Pension Rente Riester-Rente private Rentenversicherung betriebliche Altersvorsorge Entgeltumwandlung Kinderbetreuungszeiten Kinderzulage