Annuität, Zinsen, Tilgung – kleine Finanzkunde
Meist wählt man um einen Kredit oder ein Darlehen zurückzuzahlen den Weg der so genannten Annuität. Der Begriff hat seine Wurzeln schon zu den Zeiten der alten Römern und fand bei uns Einzug in die Banksprache. Um in Bankverhandlungen nicht das Nachsehen zu haben, sollte Ihnen dieser Begriff kein Fremdwort sein.
Bezahlt man einen Kredit in Annuitäten zurück, so ist der abzuleistende Aufwand für den Kunden (in dem Fall den Kreditnehmer) jeden Monat gleich. Dieser besteht aus auf der einen Seite Zinsen, und auf der anderen Seite Tilgung. Dabei fallen die Zinsen für das Zur-Verfügung-Stellen des Kredits an. Dieser Teil macht bei einem Kredit den Gewinn der Bank aus. Die „Tilgung“ ist quasi die „Rückerstattung“ des aufgenommenen Kreditbetrages an die Bank. An diesem Posten hat die Bank keinen Gewinn.
Um zu gewährleisten, dass die Annuität stets gleich bleibend ist, werden schon im Vorhinein Zins und Tilgung für die komplette Laufzeit errechnet und schließlich durch die Anzahl der Rückzahlungsperioden dividiert. Zu Beginn beläuft sich die Zinsbelastung innerhalb der Annuität auf eine wesentlich höhere Summe als zum Ende des Kredites. Kurz bevor der Kredit vollständig zurückgezahlt ist, besteht die Annuität also fast ausschließlich aus dem Tilgungsbetrag.
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