Auszahlung und Valutierung – Die Zinsen werden sofort berechnet

Die Bankensprache kennt den begriff der Valutierung. Er bedeutet im Deutschen ‚Wertstellung’ und ist spätestens, seit immer mehr Kunden auf die Bankautomaten zurückgreifen, auch bei Laien bekannt geworden.

Das Valutadatum bezeichnet den Tag, an dem Geld vom Konto abgehoben oder darauf eingezahlt wird. Der an diesem Datum aktuelle Kontostand dient der Zinsberechnung. Wir alle wissen, dass es beim Geldabheben insbesondere im Ausland zu einer Verzögerung von mehreren Tagen kommen kann, bis dieser Betrag auch tatsächlich als Sollbuchung auf dem Auszug erscheint. Für die Zinsberechnung ist es indessen wichtig, den Tag der Auszahlung zu kennen. Somit kommt es zu den unterschiedlichen Daten von Buchung und Wertstellung.

Leider messen Banken jedoch häufig mit zweierlei Maß; dann nämlich, wenn es darum geht, Gutschriften zu verbuchen. Wenn Sie etwa Ihr Gehalt bereits am 29. des Monats auf dem Konto sehen und darüber verfügen, kann es passieren, dass die Bank es erst zum Ersten des Folgemonats valutiert und bis dahin Überziehungszinsen kassiert. Das dürften zwar in Ihrem Fall nur einige Cent sein, aber bei mehreren tausend Kunden summiert sich das ganz erheblich.

Ähnlich sieht es mit Ihren Überweisungen aus. Ohne dass Empfänger oder Absender es bemerken, halten viele Banken das Geld einen Tag (manchmal auch länger!) in ihrem Haus zurück und können damit arbeiten. Auch hier fällt der Einzelfall kaum ins Gewicht – auch hier macht’s die Masse!

Autor: jf | Veröffentlicht am Dienstag, 28. Juli 2009
Tags: Girokonto Zinsen Bankkonto Valutatag Valuta Valutierung Gutschrift