Bankberater: Kunden fühlen sich oft schlecht informiert
Glaubt man einem Bericht in der Bild Zeitung, dann verstehen die meisten Deutschen nur Bahnhof, wenn sie sich mitten in einer Bankberatung befinden. Laut einer Umfrage der Fondsgesellschaft Fidelity unter 1007 Deutschen, findet jeder zweite Deutsche die Informationen seines Bankberaters über die unterschiedlichen Finanzprodukte als sehr unverständlich und verwirrend.
Kritisiert wurde von den Befragten vor allem die schwer verständliche Fachsprache. Aufgrund der vielen Fachbegriffe fühlen sich 24 Prozent unzureichend über ihre individuellen Möglichkeiten informiert. 26 Prozent von ihnen sind regelmäßig durch das Kleingedruckten in den Vertragsbedingungen der Bankprodukte verwirrt. Jede zweite Frau und rund 50 Prozent der unter 35-Jährigen steigen nicht mehr durch das Kleingedruckte durch.
Dennoch legt eine große Mehrheit der Verbraucher sehr großen Wert auf eine Beratung durch ihren Bankberater, wenn es um das Thema Geldanlagen und Kredite geht. Von den Befragten verlassen sich 84 Prozent bei Finanzangelegenheiten teilweise oder ganz auf die Aussagen des Bankberaters. Erschreckend ist, dass jeder zweite Befragte sein eigenes Wissen über Finanzen als „gering“ oder „ziemlich gering“ einschätzt.
81 Prozent der Befragten würden es sich von ihrem Bankberater wünsche, dass er sich mehr Zeit für sie nimmt. Er sollte die persönlichen finanziellen Bedürfnisse seiner Kunden besser verstehen. 69 Prozent der Befragten würden sich auch wünschen, dass der Bankberater die eigenen Investitionen regelmäßig überprüft.
Autor: kb | Veröffentlicht am Montag, 16. August 2010
Tags: Geldanlage Bank Bankberater Finanzen Kredite Kunden