Bankenfusion Raiffeisen: RI und RZB werden RBI
Eine österreichische Bankengruppe stärkt ihren internationalen Charakter. Die Raiffeisen International (RI) und die Muttergesellschaft Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) sollen noch in diesem Jahr zur neuen Raiffeisen Bank International (RBI) verschmolzen werden. Damit möchte die Bankengruppe ihre Marktstellung international ausbauen.
Die heutige Raiffeisen International hat ihren Arbeitsbereich in Zentral- und Osteuropa. Sie legte eben sehr starke Halbjahreszahlen vor. Verdoppelt hat sich auf 304 Millionen Euro Gewinn vor Steuern der sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Raiffeisen International ist eine Tochter der RZB, die mehr als 70 Prozent hält. Die Aktien werden an der Wiener Börse gehandelt.
Auch die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) konnte das erste Halbjahr 2010 mit einem Mehr von 18 % gut abschließen.
Die Fusion soll im vierten Quartal des Jahres über die Bühne gehen und an der Wiener Börse gelistet werden bzw. bleiben. Durch das neue und größere Vertriebsnetz mit einem breiten Angebot an Finanzprodukten soll die neue Großbank zu einer der führenden Universalbanken ausgebaut werden.
Die neue Raiffeisenbank wird künftig in 17 Ländern vertreten sein, mit fast 3000 Geschäftsstellen. Die 59 000 Mitarbeiter, die heute noch auf zwei Banken aufgeteilt sind, werden nach Angaben von Johann Strobl aus dem RZB-Vorstand, die Veränderungen kaum zu spüren bekommen. „Die Veränderung wird geringer als die normale jährliche Fluktuation ausfallen“, sagt er.
Autor: gw | Veröffentlicht am Donnerstag, 2. September 2010
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