Bei Geldanlage falsch beraten: wo bekomme ich Hilfe?
Nicht genug um die Verbraucher, welche von der Finanzkrise betroffen sind, kümmert sich die deutsche Bundesregierung laut Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Billen: „Die Regierung sollte Programme, um Energiesparen und Energieeffizienz anzuregen, durchführen, statt Steuererleichterungen und Konsumgutscheine auszugeben.“ Billen ergänzte, „dass Anleger, die falsch beraten wurden, in Zukunft mehr Rechte bekommen sollten“.
Gegen Konsumgutscheine und Steuererleichterungen, hingegen aber für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, sprach sich Billen im Hinblick auf das von der Koalition geplante zweite Konjunkturprogramm aus. Dass der Verbraucherzentrale Bundesverband von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zum Konjunktur-Gipfel eingeladen worden war, an dem auch Wirtschaftsverbände wie die Automobilindustrie oder Stromunternehmen teilgenommen hatten, dahingehend zeigte sich Bill sehr verärgert. „Die Kanzlerin wäre gut beraten, wenn sie auch mit denen redet, die die Verbraucher repräsentieren, wenn sie über Verbraucher spricht und über eine Steigerung der Nachfrage. Konsumgutscheine lehne ich ab, denn damit würde man Geld verbrennen. Es geht schließlich erst mal darum Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern und nicht in Taiwan oder China die Wirtschaft anzukurbeln, indem man beispielsweise durch den Konsum von MP3-Playern aus diesen Ländern dies begünstigt.“
Billen gibt weiter zu bedenken: „Mein erstes Mittel der Wahl wären auch nicht Steuererleichterungen. Ich plädiere eher für Programme, um Energiesparen und Energieeffizienz anzuregen. Es werden Investitionen benötigt, damit die privaten Haushalte dauerhaft entlastet werden. Außerdem ist eine Erhöhung der Transferzahlungen für Hartz-IV-Empfänger sinnvoll. Denn so bekommen diese Menschen mehr Geld in die Hände, könnten sich besser ernähren, mehr für die Bildung ihrer Kinder ausgeben und auch effizient Energie sparen.“
Zum Schutz der Anleger forderte Billen Maßnahmen als Konsequenz aus der Finanzkrise: Billen sagt, dass man in Deutschland eine ganze Menge Fälle von falschen Beratungen habe. Dabei habe man Verbraucher in Risiken hinein manövriert, über die sie keinen Überblick haben konnten. Dies zeigte beispielsweise das Beispiel der Lehman-Brothers-Zertifikate. „Ich fordere unter anderem eine Dokumentation der Beratungsgespräche und eine Verbesserung der rechtlichen Situation der Anleger“, unterstrich Billen.
Kostenlose Tipps und Beratungshinweise im Hinblick auf falsche Beratungen bei Finanzprodukten finden Sie unter [url]www.vzbv.de[url].
Autor: jf | Veröffentlicht am Freitag, 14. August 2009
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