Bei Immobilienfonds jetzt wieder einsteigen?
Die Preise für die Anteile von Immobilienfonds sind kräftig nach unten gegangen Die Immobilienkrise ist schuld daran, aber die ist ja nicht einfach so hereingebrochen, sondern hat schon ihre Gründe. So wurden Immobilien mit günstigem Geld gebaut oder gekauft, ohne dass die Ertragssituation dem Kaufpreis entsprochen hätte. Wenn die prognostizierten Erträge dann ausbleiben, werden die Anteile zurückgegeben, und die Immobiliengesellschaften sind zum Verkauf von Immobilien gezwungen. Und durch das jetzt höhere Angebot gehen die Immobilienpreise noch weiter zurück. Die Käufer warten ab. Es kann nur billiger werden, wenn die Fondsgesellschaften verkaufen müssen.
Inzwischen dürfte sich die Situation aber wieder normalisiert haben, und die Abwärtsspirale ist gestoppt. Einmal dürften die Fonds, die zu hoch bewertete Immobilien im Portefeuille haben, inzwischen auf dem Boden der Realität angelangt sein. Solche Fonds sollte man aber weiterhin meiden. Denn dürften auch die Erträge zu hoch prognostiziert worden sein.
Solide Immobilienfonds mit stabilen Erträgen dagegen dürften jetzt davon profitieren, dass die Anleger wieder langsam in diesen Anlagesektor zurückkehren. Da kann es gut sein, dass die Anteile wieder kräftig zulegen. In jedem Falle sollte man aber der Ertragssituation besonderes Augenmerk schenken. Wenn die Erträge stimmen und nachhaltig erwirtschaftet werden, wenn die Fondskosten sich auch in einem erträglichen Rahmen bewegen, dann spricht nichts dagegen, dass Anteile an Immobilienfonds wieder wie früher zu einer ertragreichen und vor der Inflation schützenden Anlage werden.
Denn eines dürfte klar sein: Die hohe Staatsverschuldung wird nicht durch Tilgung, sondern durch Inflation abgebaut werden, auch wenn das die Politiker vehement bestreiten.
Autor: gs | Veröffentlicht am Mittwoch, 6. April 2011
Tags: Immobilien Immobilienfonds Immobilieninvestment Fondsanteile Inflationsschutz offene Fonds Immobilienanteil