Benzin sparen mit Tabletten, Additiven und Wunder-Tools: Funktioniert das wirklich?

In Zeiten hoher Benzinpreise wird solchen Wundermitteln gerne mehr Glauben geschenkt. Doch darf man keine Wunder erwarten. Ob sich der Preis für die Additive lohnt, ist meist fraglich.

Benzin sparen kann man in erster Linie durch eine ganze Menge Tipps und Tricks, ohne dass es dieser Wundermittel bedarf. Die Einsparung ist in der Praxis wesentlich größer, wenn man beispielsweise nicht mit der Höchstgeschwindigkeit fährt, am Berg auskuppelt und abwärts rollt, bei einem längeren Ampelstopp den Motor ausschaltet oder vorausschauend fährt und deshalb selten bremsen und damit auch weniger oft beschleunigen muss. Auch der Verzicht auf das Überholen spart Sprit.

Ob die Additive tatsächlich eine Ersparnis bewirkten, lässt sich mit Tests unter Laborbedingungen nachweisen. Das wäre die erste Information, die man einholen sollte - von einem neutralen Tester, beispielsweise einem Automobilclub, und nicht beim Hersteller direkt. In der Praxis herrschen aber keine Laborbedingungen, Deshalb ist in aller Regel die Ersparnis in der Praxis geringer. Und diese Ersparnis muss man dann noch bewerten und sie dem Preis für das Additiv gegenüberstellen.

Möglicherweise kann es durch derartige Zusätze auch zu Schäden am Auto kommen. Im Zweifel muss man sich da beim Autohersteller rückversichern, damit nicht etwa die Garantie erlischt.

Was für die Additive gilt, gilt auch für die höherwertigen Benzinsorten, die auch entsprechend teurer sind. Wenn sie nicht vorgeschrieben sind, kann man es beim günstigeren Kraftstoff belassen.

Und auch der Umbau, Tuning genannt, lohnt sich mit dem Blick auf das Spritsparen nur dann, wenn die Einsparung entsprechend groß ist - also wohl nur bei einem Vielfahrer.

Autor: gs | Veröffentlicht am Dienstag, 26. Juli 2011
Tags: Haushaltsbudget Benzin sparen Spritsparen Additive Superbenzin Tuning