Beruf mit Holz: Schreiner werden - Ausbildung, Tätigkeit und Aussichten

Viele Berufe erfordern nicht nur Köpfchen, sondern auch handwerkliche Fähigkeiten. Die hat beileibe nicht jeder. Auch gehört Interesse an dieser Tätigkeit dazu. Wer gerne mit Holz arbeitet, sollte sich einmal den Beruf des Schreiners oder Tischlers ansehen. Selbstverständlich gibt es ihn auch für Mädchen.

Üblich ist die duale Ausbildung in einem Schreinerbetrieb mit Besuch der Berufsschule. Auch an schulischen Bildungsstätten kann der Beruf erlernt werden. Neben der Ausbildung im Betrieb oder - bei großen Unternehmen - in einer Lehrwerkstatt können noch überbetriebliche Ausbildungsteile hinzukommen, um spezielle Kenntnisse zu vermitteln, die im Betrieb nicht oder nur selten vorkommen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. In der Regel genügt der Hauptschulabschluss.

Der Auszubildende lernt nicht nur die verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten von Holz kennen. Auch die Holzauswahl, die Einsatzgebiete, die Bearbeitungsschritte und der Holzschutz gehört dazu. Er lernt nicht nur, ein Möbelstück zu bauen, sondern auch, die Arbeit erst einmal zu planen und zeichnerisch festzulegen. Dazu gehört auch der Aufbau von Möbeln beim Kunden oder der Innenausbau von Häusern.

Die Aufträge für eine Schreinerei kommen aus dem individuellen Möbelbau oder aus dem Bausektor, insbesondere dem Innenausbau. Oft ist ein Möbelgeschäft angeschlossen, oder der Betrieb hat sich auf den Laden- oder Messebau spezialisiert.

Als Schreiner kann man sich mit einer eigenen Schreinerei selbständig machen. Man ist auch in Möbelfabriken gefragt, und auch Möbelhäuser stellen Schreiner ein, dies bevorzugt für die Montage der Möbel beim Kunden, aber bei Eignung auch in der Beratung und im Verkauf. Auch im Fachhandel für Schreinereibedarf oder in der Holzabteilung eines Baumarktes sind Schreiner zu finden.

Autor: gs | Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Januar 2011
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