Bescheidene Zinsen auf Girokonten: Geld wird verschenkt!
In Deutschland schlummert auf den Girokonten sehr viel Geld, was die Banken gerne nutzen, um damit Geschäfte zu tätigen. Allerdings zahlen sie dafür nur einen Zinssatz, der sehr zu wünschen übrig lässt – in den meisten Fällen sogar gar nichts.
Dennoch horten die Deutschen ihr Geld auf einem Girokonto, obwohl es zahlreiche weitere Alternativen gibt, die wesentlich einbringlicher wären. Rund 200 Milliarden Euro liegen unverzinst auf deutschen Girokonten.
Auf der anderen Seite müssen Bankkunden aber viel Geld bezahlen, wenn sie einmal ihr Girokonto überziehen. Der Dispositionskredit ist einer der teuersten Kredite die es gibt. Dabei gibt es für den Dispo eine Alternative, die sich schnell bezahlt macht: der Abrufkredit.
Er wird immer nur dann eingeräumt, wenn wirklicher Finanzbedarf besteht und das bei Summen zwischen 5.000 bis 25.000 Euro. Der Abrufkredit funktioniert ähnlich wie der Dispositionskredit, allerdings verlangen manche Banken eine Mindestrückzahlung pro Monat. Dies ist jedoch von Bank zu Bank unterschiedlich und sollte miteinander verglichen werden.
Rund 4,3 Milliarden Euro verschenken die Deutschen, weil sie das Geld auf dem Girokonto und nicht auf einem Tagesgeldkonto horten, auf dem es wesentlich mehr Zinsen gibt. Während das Guthaben auf einem Girokonto im Durchschnitt mit mickrigen 0,15 Prozent verzinst wird, sind es auch einem Tagesgeldkonto im Schnitt 1,5 Prozent.
Wer dabei die Umschichtung von Guthaben von einer Bank zur nächsten nicht scheut, kann sogar noch bessere Zinskonditionen in Anspruch nehmen. Nicht selten wird ab einer bestimmten Einlagesumme für ein halbes Jahr ein Zinssatz von bis zu vier Prozent gezahlt.
Autor: kb | Veröffentlicht am Montag, 4. Juli 2011
Tags: Zinsen Zinssatz Tagesgeldkonto Dispokredit Habenzinsen Zinsen auf Girokonto Zinsen Tagesgeld Abrufkredit