Blase bei Silber und Gold? Gründe, warum die Edelmetalle jetzt einbrechen könnten
Gold und Silber zählen zu den Rohstoffen, die langfristig gesehen immer teurer werden müssen. Der Grund liegt in den höheren Gewinnungskosten.
Andererseits sind Gold und Silber beliebte Spekulationsobjekte, bei denen meist nicht auf eine laufende Rendite, sondern nur auf Kursgewinne geachtet wird. Das kann ins Auge gehen.
Denn die Kurse hängen nicht nur von den Gewinnungskosten, sondern auch von der Nachfrage ab. Dazu sind Gold und Silber auch beliebte Objekte für Zocker. Da kann es gut sein, dass die derzeitigen Höchstkurse durchaus drastisch einbrechen könnten.
Der Grund: Zocker können nicht nur auf steigende Kurse spekulieren, sondern auch auf fallende Kurse. Wenn die Zocker aber einmal bei fallenden Kursen Blut geleckt haben, dann treiben sie die Kurse meist noch mehr in den Keller, bevor sie dann wieder steigen.
Die kurzfristigen Trends haben deshalb oft nichts mit Angebot und Nachfrage zu tun, sondern eher mit Meinungen. Und da ist eher zu erwarten, dass die Kurse von den Höchstständen kräftig zurückgehen, bevor sie wieder steigen.
Und da gibt es bei Gold immer noch eine große Unbekannte. Die meisten Goldvorräte befinden sich nach wie vor im Besitz von Zentralbanken, auch wenn das Gold schon längst nicht mehr als Grundlage für eine Währung dient. Da viele Staaten verschuldet sind, besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Zentralbanken die hohen Goldpreise nutzen, um sich von Beständen zu trennen. Das könnte zu einem deutlichen Preisverfall führen.
Allerdings sollte man diesem Argument nicht zu viel Beachtung schenken. Denn die Zentralbanken haben es gelernt, am Markt mitzuspielen. Deshalb ist kaum damit zu rechnen, dass sie tatsächlich Bestände auf den Markt werfen, bis die Kurse fallen. Falls sie verkaufen, dann zu möglichst hohen Kursen.
Fazit: Auch wenn die langfristigen Aussichten gut sind, heißt das nicht, dass die Höchstkurse weiter überboten werden. Wenn es zu einem Kursrückgang kommt, kann daraus sehr schnell ein Kurseinbruch werden.
Autor: gs | Veröffentlicht am Mittwoch, 6. Juli 2011
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