Blut oder Plasma spenden: Wo verdiene ich wie viel, und ist das gefährlich?

Wer Blut spenden möchte, hat generell zwei Möglichkeiten. Die Wahl hat der Spender zwischen einer normalen Blutspende (Vollspende) oder einer Blutplasmaspende. Bei der Spende von Blutplasma wird nur der flüssige Teil des Blutes gespendet, alle anderen Bestandteile werden dem Körper des Spenders wieder zugeführt. Zwischen diesen beiden Formen der Blutspende gibt es alledings ein paar wesentliche Unterschiede.

Da die Spende von Blutplasma viel schonender ist, da nur ein Teil des Blutes entnommen wird, kann diese Spende wesentlich häufiger gemacht werden als die Vollblutspende. Bei der Vollblutspende werden 500 Mililiter Blut entnommen zuzüglich 30 Mililiter für die vorgeschriebene Laboruntersuchung. Frauen dürfen innerhalb eines Jahres höchstens viermal Blut spenden, Männer dürfen im gleichen Zeitraum maximal sechs Spenden abgeben.

Bei der Blutplasmaspende werden durchschnittlich 660 Mililiter Plasma gewonnen. In einem Zeitraum von zwölf Monaten kann bis zu 50 Mal gespendet werden. Mehr als zweimal pro Woche sollten Spender jedoch nicht zur Blutplasma-Spende gehen.

Beide Blutspenden werden im Liegen durchgeführt. Die Blutspende wird mittels Punktion einer gut zugänglichen Vene in der Armbeuge durchgeführt. Sie dauert maximal 15 Minuten. Die Plamapherese dauert deutlich länger (45 Minuten). Das Blut wird zur Gewinnung des Plasmas durch ein Spezialgerät geleitet. Die übrigen Bestandteile werden dem Körper danach wieder zugeführt.

Risiken gibt es beiden Arten der Blutspende. Sie halten sich jedoch im verträglichen Rahmen. Kreislaufprobleme und Blutergüsse an der Einstichstelle sind die häufigsten Begleiterscheinungen. Länger andauernde Beeinträchtigungen oder Infektionen sind eher selten. Zudem kann es in vereinzelten Fällen zu einer Nervenirritation kommen, die jedoch nicht weiter besorgniserregend ist.

Spenden kann in Deutschland jeder, der sich zuvor einem Gesundheitscheck in Form einer ärztlichen Untersuchung und dem Ausfüllen eines Fragenbogens unterzogen hat. Frauen und Männer müssen zwischen 18 und 65 Jahre alt sein und dürfenzwischen 50 und 120 Kilogramm wiegen. Nicht spenden sollten Schwangere und Menschen, die sich kurz zuvor einer Operation unterziehen mussten.

Gemeinnützige Organisationen nehmen das Blut ihrer Spender auf freiwilliger Basis, also ohne Entgelt – entgegen. Natürlich werden Sie mit Essen und Trinken versorgt. Private Organisationen zahlen meist Entgelte oder Aufwandsentschädigungen. Bei der Vollblutspende liegen die Zahlungen zwischen zehn und 27 Euro, für Spenden von Blutplasma kann der Spender einen deutlich höheren Betrag erwarten.

Natürlich sollte der Spender nicht aus finanziellen Interessen heraus Blut oder Blutplasma spenden, sondern immer im Hinterkopf behalten, dass er vielleicht selbst einmal auf eine (lebensrettende) Blutspende angewiesen sein könnte.

Autor: ks | Veröffentlicht am Freitag, 8. Juli 2011
Tags: Nebenjob Geld verdienen Geschäftsideen dazuverdienen Zweitjob Blut spenden