Bonitäts-Scoring bei Banken – was ist das genau?

Immer häufiger wird das Thema Scoring in den Medien diskutiert und oftmals auch kritisiert. Doch was genau versteht man eigentlich unter dem Scoring und wer zieht seinen Nutzen aus diesem Verfahren?

Scoring stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „rechnen, einstufen, zählen, Punkte machen“. Im Grunde genommen handelt es sich beim Scoring um verschiedene systematische Verfahren, durch die u.a. die Wahrscheinlichkeit für zukünftige Ereignisse berechnet werden.

Durch diese errechneten Ergebnisse sollen Entscheidungen objektiv unterstützt werden. Zum Einsatz kommen solche Verfahren nicht nur bei der Einstufung der Kreditwürdigkeit, sondern auch in der Medizin, bei Versicherungen, bei Wetterprognosen und bei Suchmaschinen im Internet.

An bekanntesten ist das Kreditscoring, durch das das Verhalten von Kunden bei Kreditgeschäften eingeschätzt werden soll. Man versucht im Vorfeld einzuschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde den Kredit zurückzahlen kann oder eben nicht. Bei der Schufa beispielsweise arbeiten seit den 1990er Jahren Mathematiker und Statistiker intensiv mit diesem Thema.

Einen Nutzen aus dem Scoring im Kreditwesen ziehen vor allem die Geldgeber. Sie können die Kunden so besser einschätzen und ihre eigenen Verluste damit minimieren. Aber auch der Kreditnehmer selbst kann durch das Scoring profitieren, denn es bildet auch eine Art Selbstschutz. Der Kunde wird praktisch gewarnt, nicht noch mehr Geld aufzunehmen. Er wird also vor einer Überschuldung geschützt.

Wer es ganz genau wissen möchte, der kann sich an die Schufa wenden. Sie hat in einem Online-Lernprogramm alle wichtige Grundlagen zum Scoring wie auch zum Kreditscoring zusammengefasst. Auf der Webseite der Schufa kann man weitere Hintergrundinformationen zu diesem Themen bekommen.

Autor: kb | Veröffentlicht am Donnerstag, 22. September 2011
Tags: Bonität Scoring Kreditwürdigkeit Kreditscoring Einschätzung Kreditwürdigkeit