Businessplan für Existenzgründer - Beispiel: Inhalt, Gliederung, Berechnungen, Finanzplan, Beilagen
Wie sieht der Businessplan für Existenzgründer eigentlich konkret aus? Informationen dazu findet man beispielsweise bei der örtlich zuständigen Industrie- und Handelskammer, bei der man unter bestimmten Umständen Mitglied werden muss.
Der verbale Teil enthält zwei Abschnitte. Der erste Abschnitt beschreibt die Geschäftsidee und beantwortet die Frage, wie man Kunden gewinnen und sich von der Konkurrenz abheben will. Dazu kommt noch die Beschreibung des zu gründenden Unternehmens und des Standorts.
Der zweite Abschnitt beinhaltet den Lebenslauf des Existenzgründers. Da sollten die Kenntnisse und Erfahrungen hervorgehoben werden, die für das Vorhaben nützlich sind.
Dann kommt das Zahlenwerk. Als erstes der Kapitalbedarfsplan, detailliert nach einzelnen Posten gegliedert. Grundstücke und Gebäude, Betriebsausstattung, Fahrzeuge, Warenausstattung, eventuell auch der Kaufpreis für ein bestehendes Unternehmen fallen unter den Begriff Investitionen. Die Kosten dafür können in der Ertragsrechnung auf mehrere Jahre verteilt werden.
Dazu kommen die einmaligen Gründungskosten und die Betriebsmittel, die benötigt werden, um die Anlaufkosten zu decken und Aufträge und Forderungen vorzufinanzieren. Falls nicht alle Kosten sofort zu Ausgaben führen, wäre ein Liquiditätsplan nützlich.
Dann schließt sich der Finanzierungsplan an. Dieser besteht aus den eigenen Mitteln (Barvermögen, Sacheinlagen und aktivierbaren Eigenleistungen) und nicht laufend zu tilgenden Fremdmitteln wie Verwandtendarlehen oder Beteiligungskapital. Ergänzt wird er um die Fremdmittel, die sich aus Fördermitteln für Existenzgründer und Bankdarlehen zusammensetzen können. Natürlich muss die Finanzierung ausreichend sein, um den Kapitalbedarf abzudecken.
Schließlich kommt noch die Ertragsvorschau hinzu.
Aus dem Businessplan muss auch hervorgehen, wie der Lebensunterhalt während der Gründungsphase finanziert wird. Falls dies aus der zu gründenden Existenz erfolgt, muss ein ausreichend großer Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben sicher erreichbar sein.
Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 10. Januar 2011
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