Charttechnik: Kerzen- oder Candlestick-Charts zur Trendanalyse geeignet?
Charts sind Kursverläufe, beispielsweise von Aktien. Überzeugte Chartisten brauchen nichts anderes als ihre Charts, um Entscheidungen über den Kauf oder Verkauf von Aktien zu treffen. Fundamentale Werte interessieren sie nicht, weil sie davon ausgehen, dass alle diese Faktoren sich schon im Kursverlauf niedergeschlagen haben.
Wichtigstes Element ist die Trendanalyse. Wo geht der Kurs hin! Das ist das, was der Chartist wissen möchte. Chartisten sind meistens an kurzfristigen Gewinnen interessiert. Wer langfristig anlegt, interessiert sich meist auch für die fundamentalen Faktoren, beispielsweise um die Frage, warum eine Aktie gerade auf einem Tiefstand notiert.
In einen Chart kann man eine ganze Menge an Informationen packen. Gerade der Kerzen- oder Candlestick-Chart ist dafür ein Beispiel. Solche Charts sind denn auch für den kurzfristigen, allenfalls mittelfristigen Bereich gedacht. Natürlich können die Basiswerte auch für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen. Die Darstellung wird aber schnell unleserlich, wenn man zu große Zeiträume benutzt. Allerdings kann man auch langfristige Charts entsprechend aufbauen. Machen wir ein Beispiel dazu.
Beim Kerzen-Chart wird der Bereich zwischen Eröffnungs- und Schlußkurs als Rechteck dargestellt. Je nach Farbe des Rechtecks ist der Eröffnungs- oder der Schlußkurs der höhere. Die tatsächliche Bandbreite der Kursschwankungen zeigt eine senkrechte Linie an. Sie ist nur zu sehen, wenn sie nach oben - daher die Bezeichnung Kerze - oder nach unten über das Rechteck hinausgeht. Üblich ist der kurzfristige Chart, bei dem man einen Börsentage betrachtet. Man könnte natürlich auch eine Woche oder einen Monat benutzen. Doch sind diese Informationen meist wertlos.
Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 7. Februar 2011
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