Commerzbank AG: jetzt zweitgrößte deutsche Bank
Die Commerzbank, lange Jahre als Übernahmekandidat im Bankensektor gehandelt, hat sich inzwischen zur zweitgrößten deutschen Bank gemausert. Grund ist die Übernahme der Dresdner Bank, die nach wechselvoller Geschichte beim Versicherungskonzern Allianz gelandet war, dort aber dann doch nicht so in das Geschäftskonzept passte und deshalb wieder abgestoßen wurde.
Die Commerzbank bietet als Universalbank alle Bankdienstleistungen sowohl für private wie für gewerbliche Kunden an. Traditionell gilt sie als eine mittelstandsfreundliche Bank. Sie verfügt zusammen mit den übernommenen Filialen der Dresdner Bank über ein flächendeckendes Filialnetz in Deutschland. Durch weltweite Niederlassungen ist der Zahlungsverkehr mit dem Ausland und die Beratung deutscher Unternehmen im Ausland kein Problem. Dazu kommt natürlich noch das Internet-Banking.
Dem Inlandskunden macht sie den Wechsel zu ihrem kostenlosen Girokonto einfach. Dazu kommen alle in diesem Bereich üblichen Bankdienstleistungen, die relativ preisgünstig angeboten werden.
Die Übernahme der Dresdner Bank im Zuge der Finanzkrise hat einiges mehr an Geld gekostet. Daher hat die Commerzbank das staatliche Hilfsprogramm für notleidende Banken in Anspruch genommen, woraus eine staatliche Beteiligung von über 25 % resultiert.
Die Aktie wird an verschiedenen deutschen Börsen sowie in London und der Schweiz notiert. An der New Yorker Börse kann man ein ADR-Zertifikat erwerben.
Bankguthaben werden sowohl durch die staatliche Einlagensicherung als auch durch die Mitgliedschaft beim Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.
Autor: gs | Veröffentlicht am Dienstag, 7. Dezember 2010
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