Das Lastschriftverfahren – wann wird das Geld vom Konto abgebucht?
Mit dem Lastschriftverfahren haben Sie eine einfache Möglichkeit, fällige Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Denn Ihr Gläubiger bucht den jeweiligen Betrag von Ihrem Konto ab und transferiert ihn auf sein eigenes. Aber woran können Sie erkennen, wann das geschehen wird?
Dazu gibt es keine Richtlinien. Prinzipiell kann die Fremdfirma das Geld dann einziehen, wenn es ihr genehm ist. Sie könnte sogar Ihre einmal erteilte Erlaubnis dazu missbrauchen, dass sie mehr abbucht, als sie darf. Schwarze Schafe gibt es leider überall. Ein seriöser Betrieb wird allerdings nicht das Risiko eingehen, sich strafbar zu machen.
Das von Ihnen beauftragte Unternehmen, etwa Ihr Handy-Provider, schickt Ihnen die monatliche Abrechnung, auf der auch angegeben sein sollte, wann das Geld eingezogen wird. Manchmal geschieht das in Form einer ungenauen Aussage („innerhalb von 10 Tagen nach Rechnungsstellung“) oder auch mit einem fixen Datum.
Sorgen Sie unbedingt dafür, dass Ihr Konto dann auch die entsprechende Deckung aufweist. Denn sonst wird die Bank den Auftrag nicht ausführen, das Geld also nicht bezahlen, was mit unangenehmen Konsequenzen für Sie verbunden ist: Ihr Gläubiger wird ärgerlich, weil seine Rechnung nicht beglichen wurde, die Bank wird Ihnen saftige Gebühren berechnen, und es ist sogar möglich, dass sich Ihre Bonität verschlechtert.
Und wenn zu dem angekündigten Zeitpunkt definitiv nicht genug Geld auf Ihrem Konto ist? Dann kann es helfen, vorab mit der Bank zu sprechen und darum zu bitten (ausnahmsweise!) den Einzug doch zuzulassen. Eine Alternative besteht darin, mit Ihrem Gläubiger zu sprechen und ihn um einen Zahlungsaufschub zu ersuchen. Dann könnte das Geld mit einer Verzögerung von etwa 10 Tagen oder auch im nächsten Monat abgebucht werden.
Autor: jf | Veröffentlicht am Mittwoch, 5. August 2009
Tags: Lastschriftverfahren Lastschrift Konto Unterschrift Abbuchung Einzug Rechnung