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Der Cost-Average-Effekt für bessere Rendite: Durchschnittskosteneffekt als Geheimwaffe der Geldanlage

Der Cost-Average-Effekt, zu deutsch Durchschnittskosteneffekt, besagt, dass man mit einem fest vorgegebenen, regelmäßig angelegten Geldbetrag eine bessere Rendite erwirtschaften soll wie wenn man eine fest vorgegebene Anzahl von Anteilen kauft. Meist kommt dieser Effekt im Zusammenhang mit Fondsanlagen und Sparplänen zur Sprache.

Entsprechend dieser Regel kauft man bei höheren Kursen weniger Anteile, bei niedrigen Kursen mehr Anteile. Dies entspricht dem harmonischen Mittelwert, der stets etwas unter dem arithmetischen Mittelwert liegt. Doch ob dieser Effekt tatsächlich zu einer besseren Rendite führt, das ist keineswegs gesagt.

Zunächst einmal sollte man darauf achten, dass die Anlage selbst schon eine Rendite bringt. Wer beispielsweise für diese Anlagemethode Gold als Anlagewert wählt, spekuliert nur auf steigende Kurse. Wer dagegen dividendenstarke Aktien oder Anleihen wählt, erzielt durch die Zinsen und Dividenden auch ohne Kursgewinne eine positive Rendite.

Ebenso sollte man nicht in den Fehler verfallen, den viele Anleger machen: sie realisieren keine Gewinne, sondern kaufen auch bei steigenden Kursen munter weiter. Das würde beim Cost-Average-Effekt bedeuten, dass man jetzt eben weniger Anteile erwirbt. Besser wäre es jedoch, auf einen anderen Anlagewert umzusteigen, der noch nicht auf dem Höchstkurs angekommen ist. Und es kann sinnvoll sein, den gestiegenen ersten Wert sogar zu verkaufen und so den Kursgewinn zu realisieren.

Mit dem Cost-Average-Effekt oder ähnlichen Theorien hat jedenfalls noch kein Anleger das große Geld verdient.

Autor: gs | Veröffentlicht am Freitag, 8. April 2011
Tags: Geldanlage Vorsorge Investment Cost-Average-Effekt CAE Durchschnittskosteneffekt Börsentheorie Mittelwert