Der eigene Gemüsegarten als Krisenvorsorge und Beitrag zum Haushaltsbudget
Der eigene Gemüsegarten war insbesondere bei der Nachkriegsgeneration ein Teil des Lebens, den man nicht vermissen wollte. Wer einmal Hunger gelitten hat, wusste den eigenen Garten zu schätzen. Oft hatte er einen wesentlichen Beitrag zum Überlegen geleistet.
Heute ist der eigene Gemüsegarten ebenfalls wieder des öfteren anzutreffen. Allerdings nicht mehr unter dem Gesichtspunkt der Lebensvorsorge, sondern unter dem Kennzeichen "Bio". Da weiß man, was man hat - nämlich beim Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.
Wer keinen Platz für den Gemüsegarten auf dem eigenen Grundstück hat, kann ihn in aller Regel auch pachten. Selbst in den Großstädten sind Gartenregionen zu finden, wo Gärten gepachtet werden können. Da gehört oft noch das Wochenendhaus mit Grillmöglichkeit dazu.
Als Krisenvorsorge hat der Gemüsegarten heute wohl ausgedient. Denn so plötzlich ist nicht mit einer Krise zu rechnen, dass man sich nicht mit den notwendigen Lebensmitteln eindecken kann. Und auch der Beitrag zum Haushaltsbudget kann man vernachlässigen, wenn man die Arbeitszeit mit einrechnet.
Denn die Lebensmittel, auch Obst und Gemüse, sind heute im Handel so preiswert, dass die eigene Erzeugung, besonders wenn man noch die Haltbarmachung hinzurechnet, nicht mithalten kann. Gekaufte Lebensmittel sind günstiger.
Deshalb bleibt der eigene Gemüsegarten wohl dem Hobbybereich vorbehalten.
Andererseits: Gerade die Obsternte ist relativ arbeitsintensiv, und nicht immer wird deshalb alles verfügbare Obst abgeerntet. Wer sich umschaut, kann auch da günstig zu "eigenem" Obst kommen. Manche Ernteerlaubnis kostet nichts - die Besitzer sind froh, wenn ihnen die Ernte abgenommen wird.
Autor: gs | Veröffentlicht am Donnerstag, 7. Juli 2011
Tags: Haushalt Gemüse Obst Haushaltsbudget Haushaltsausgaben eigener Garten Biokost Gartenhaus Gemüsegarten