Der Rechnungskauf bei Versandhäusern: Eine Schuldenfalle?
Der Rechnungskauf bei Versandhäusern ist recht einfach. Oft gilt das sogar für den Kauf auf Raten. Doch das kann eine teure Angelegenheit sein.
Die Zinsen beim Ratenkauf werden oft so versteckt angegeben, dass man leicht übersehen kann, wie hoch sie tatsächlich sind. Deshalb unterbleibt auch ein Kreditvergleich. Dazu kommt, dass es recht einfach ist, diesen Kredit zu erhalten. Die Kaufhäuser sind recht großzügig.
Allerdings muss man darauf achten, dass man sich nicht übernimmt. Falls man mehrere Käufe tätigt, führt man am besten eine Liste, wann was fällig wird, damit man jederzeit den Überblick hat. Und wenn man jetzt noch die laufenden Ausgaben, die über das Girokonto laufen, hinzufügt, hat man einen kompletten Überblick über die Finanzen und kann genau sehen, wie viel man noch für Einkäufe etc. abheben darf.
Wenn das nicht reicht, wird es kritisch. So leicht die Kaufhäuser einerseits Kredit gewähren, so rigoros sind sie andererseit, wenn die Raten nicht eingezogen werden können. Dann geht die Forderung gleich an ein Inkassobüro, das sich um den Einzug kümmert. Das kostet nicht nur zusätzlich, sondern bringt meist auch einen negativen Schufa-Eintrag.
Es ist ohnehin die Frage, ob das Kaufhaus den Kauf auf Rechnung überhaupt selbst finanziert. Oft wird die Forderung offen oder verdeckt sofort an einen Factorer verkauft, und auch da wird es in der Regel immer sehr viel teurer, wenn dann die Raten nicht bezahlt werden können.
Deshalb: Finanzen im Griff behalten, und vor dem Kauf auf Rechnung prüfen, ob und wie viel Zinsen fällig werden. Dann ist ein Kreditvergleich zu empfehlen. Oder noch besser: ansparen und Kredit vermeiden.
Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 4. Juli 2011
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