Der Taler und seine Nachfolger Mark und Euro
„Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“, dieses Sprichwort ist wohl jedem schon irgendwann einmal zu Ohren gekommen. Natürlich handelt es sich schon damals um eine Art Währung. Seine Blütezeit hatte der Taler ab dem Jahr 1500. Er war ursprünglich eine Silbermünze, die zu jener Zeit in St. Joachimsthal (Böhmen) geprägt wurde. Von dort aus fand der Taler sehr schnell große Verbreitung.
Im Jahre 1524 wurde durch die deutsche Münzordnung veranlasst, den Taler vor allem wegen seiner bereits sehr fortgeschrittenen Verbreitung als Reichstaler einzuführen. Er war über drei Jahrzehnte lang anerkanntes Zahlungsmitel. 1871 trat die Mark an des Talers Stelle. Diese Ablösung erfolgte in allen deutschen Ländern mehr oder weniger zeitgleich. Bei Einführung war die Mark ungefähr ein Drittel eines Talers wert. Sie wurde noch einmal unterteilt, und zwar in Pfennig. 100 Pfennig bildeten eine Mark. Eine Besonderheit: Mark, Taler oder Pfennig als Währungsbezeichnung verwendet gibt es grundsätzlich nur im Singular.
Doch die Unterteilung der Mark ging im Laufe der Zeit noch weiter. Zunächst kam die Reichsmark. Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg geteilt wurde, wurde zwischen Ost-Markt und der D-Mark unterschieden. Die Ost-Mark war in der ehemaligen DDR als einziges Zahlungsmittel anerkannt, die D-Mark war bis zum 31. Dezember 2001 in der Bundesrepublik Deutschland gültiges Zahlungsmittel. Sie wurde dann zum 1. Januar 2002 vom Euro abgelöst.
Autor: ks | Veröffentlicht am Dienstag, 9. November 2010
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