Dispokredit: Start in die Schuldenfalle

Der Dispositionskredit ist in Deutschland einer der am häufigsten in Anspruch genommenen Kredite. Er ist recht einfach zu bekommen, denn hierfür ist als einzige Sicherheit nur das regelmäßige Einkommen ausschlaggebend. Hat man in drei aufeinanderfolgenden Monaten ein gleichmäßig hohes Einkommen als Zahlungseingang auf seinem Girokonto zu verbuchen und ist sonst frei von Schulden, räumt einem die Bank recht schnell einen Dispo ein.

Die Höhe des Dispositionskredites beträgt höchstens das Dreifache des Einkommens. Beim Einkommen muss es sich aber um Arbeitslohn oder Unterhalt handeln, Sozialleistungen gelten nicht als Einkommen.

Die Gefahr bei einem Dispokredit ist, dass man ihn nicht auf dem normalen monatlichen Einkommen zurück zahlen kann. Genutzt wird dieser Kredit immerhin wenn man mit seinem Einkommen nicht auskommt und außergewöhnliche oder unvorhergesehene Belastungen zu tragen hat. Es ist schwer mit seinem Einkommen den Dispokredit dann wieder auszugleichen. Für viele Menschen ist die Nutzung von einem Dispokredit daher auch der direkte Weg in die Schuldenkrise. Vor allem junge Menschen, die sich noch in der Ausbildung befinden, ist von dieser Schuldenfalle betroffen.

Hinzu kommt, dass der Dispositionskredit ein sehr teurer Kredit ist. Zinsen von 15 Prozent sind hier keine Seltenheit. Daher sollte der Dispo auch wirklich nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es gar nicht mehr anders geht. Zudem sollte er nur für kurzfristige Investitionen genutzt werden.

Autor: kb | Veröffentlicht am Montag, 30. August 2010
Tags: Schulden Schuldenfalle Konditionen Raten Kredite Dispokredit