Energie sparen: Finanzierungen beim Umbau von Immobilien
Wenn man sein Zuhause modernisieren oder umbauen möchte, damit es energiesparender wird, muss man im Normalfall erst einmal viel Geld investieren. Hierfür kann man heutzutage sehr günstige Kredite oder Förderprogramme in Anspruch nehmen. Sie sollen für möglichst viele Menschen ein Anreiz für eine Modernisierung sein. Gerade wenn es um Energieeinsparmaßnahmen oder die Nutzbarmachung von alternativen Energieträgern geht, hat man eine große Auswahl an Förderprogrammen, die entweder vom Staat oder eher seltener von Energieversorgungsunternehmen ausgegeben werden.
Der Staat bietet auch sogenannte Marktanreizprogramme. Für bestimmte alternative Energieträger werden Förderungen gewährt, um die Installation für die Konsumenten attraktiver zu machen. Die Zuschüsse für Solaranlagen bewegen sich durchschnittlich um 750 Euro für ein Einfamilienhaus, je nachdem wie groß die Anlagen sind. Auch Wärmepumpen werden gefördert. Bei ihnen hängt die Höhe der Förderung von der Wohnfläche in Quadratmetern ab. Pro m² erhält man zehn Euro. Diese Förderung ist begrenzt auf 2000 Euro pro Wohneinheit. Dies gilt nur für den Fall, dass die Wärmepumpe auch für die Warmwasserbereitung genutzt wird.
Pelletheizungen werden mit 36 Euro je Kilowattstunde an erreichter Nennwärmeleistung belohnt. Eine gewisse Kesselgröße ist aber Voraussetzung für die Mindestförderung. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW-Bank stellt zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse für Projekte zur Verfügung, bei denen Gebäude so saniert werden, dass sie sich energiespartechnisch auf dem Niveau eines neu gebauten Gebäudes befinden. Der Zuschuss beträgt fünf Prozent des Anteils der Investitionskosten, die förderfähig sind. Er ist beschränkt auf 2500 Euro pro vorhandene Wohneinheit.
Ein weiteres Förderprogramm der KfW-Bank mit dem Namen „Solarstrom erzeugen“ fördert die Einrichtung von Anlagen für die Gewinnung von Solarstrom und die Dämmung alter oder den Einbau neuer Fenster. Für eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren kann man ein billiges Darlehen mit mehreren Anlaufjahren ohne Tilgung in Anspruch nehmen. Man kann z. B. eine Photovoltaikanlage vollständig finanzieren, dies ist aber begrenzt auf 50000 Euro. Man kann diese billigen Kredite meist ohne großen Aufwand über die eigene Bank beantragen. Allerdings erhält man die Zuschüsse erst ausbezahlt, wenn die Maßnahme durchgeführt wurde. Es gibt viele verschiedene Arten, wie man die Finanzierung eines Umbaus oder einer Sanierung mit dem Ziel der Energieeinsparung gestalten kann. Bei der Berechnung der entsprechenden Finanzierungsangebote müssen jedoch alle beteiligten Faktoren berücksichtigt werden, von der Größe des Gebäudes bis zur einzubauenden Anlage. Man sollte sich daher mit einem solchen Vorhaben im Vorfeld sehr gut informieren, um am Ende auch die am besten geeignete Finanzierungsform zu erhalten.
Autor: bm | Veröffentlicht am Dienstag, 6. Juli 2010
Tags: Immobilien Wohnung Förderung Heizung Energie sparen Umbau Fenster