Energiesparen: die Zukunft klopft an die Tür!
Die deutsche Regierung hat den Fahrplan für eine neues Energiesystem vorgelegt. Dabei verdeckt die Debatte um den Atomausstieg ein umfassenderes Thema. Wie soll ein das Energiesystem aussehen, das wenig CO2 produziert, sicher Strom, Wärme und Treibstoff liefert und gleichzeitig bezahlbar bleibt. Neben dem Einsatz von erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne, soll auch kräftig Energie gespart werden.
Damit ist klar: Hauseigentümer, Vermieter und Bewohner werden den Umbau spüren. Und zwar wortwörtlich. Zweimal mehr Gebäude sollen mit einem neuen Gebäudesanierungsprogramm abgedämmt werden wie bisher. Teilsanierung wird jedoch nicht mehr so stark gefördert wie bisher. Auch der Anteil von Solarheizungen und anderen sauberen Wärmelieferanten soll angehoben werden. Dafür plant die Regierung eine Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) und will zudem ein Konzept für einen langfristigen Sanierungsfahrplan entwickeln. Der soll Eigentümer besser über Sanierungsmöglichkeiten informieren und ihnen bei der Sanierung mehr Planungssicherheit geben.
Aktuell fördert die Bundesregierung die Sanierung von Wohngebäuden mit günstigen Krediten über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Bankengruppe). Das Programm heißt "Energieeffizient Sanieren". Der Neubau hoch energieeffizienter Wohngebäude wird ebenfalls gefördert: Das Programm heißt "Energieeffizient Bauen“.
Achtung: Bevor Sie mit der Sanierung beginnen, lassen Sie die Maßnahmen von einem qualifizierten Energieberater einschätzen. Er kann die Potenziale der Einsparung von Energie im Wohngebäude oder im Haus finden und einschätzen. Außerdem schlägt er die sinnvollsten Maßnahme vor und kann beraten, wie sie aufeinander bestens abgestimmt werden können. Diese Vor-Ort-Beratung durch qualifizierte Fachleute fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem Zuschuss.
Autor: gw | Veröffentlicht am Mittwoch, 17. November 2010
Tags: Immobilien Kosten Sanierung Energie KfW Energiesparen Regierung CO2 Wohngebäude Energieeffizienz