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Existenzgründung - die private Vorsorge nicht vergessen!

Klar, dass man bei der Eröffnung eines eigenen Unternehmens, die privaten Belange erst einmal zurückstellt. Der Aufbau der eigenen Existenz hat Vorrang, und erlaubt fürs Erste kein großen Sprünge im Privatbereich.

Diese Denkweise haben die meisten Unternehmensgründer, und vergessen dabei die persönliche Vorsorge und Absicherung. Man sollte sich im Klaren sein, dass man als Arbeitnehmer Teil eines großes Sozialnetzwerks war, in dem man für die wichtigsten Ereignisse abgesichert war: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfall und Altersvorsorge. All diese Versicherungen bestehen nun nicht mehr. Sicher – man kann nicht immer mit dem Schlimmsten rechnen – aber eine Grundvorsorge sollte in jedem Fall mit abgeschlossen werden.

Bei der Krankenversicherung besteht die Möglichkeit, sich nun privat zu versichern, oder in der gesetzlichen Versicherung freiwillig versichert zu bleiben. Es sollte bedacht werden, dass ein Wechsel in die private Versicherung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Einmal aus der gesetzlichen Versicherung ausgetreten, kann man nur wieder durch die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung Mitglied werden, und das auch nur bis zu einem bestimmten Alter. Gerade im Hinblick auf die kostenlose Familienversicherung ist zu prüfen, welche Versicherungsform man künftig wählt.

Seit einigen Jahren besteht außerdem die Möglichkeit, freiwillig in die Arbeitslosenversicherung ein zu bezahlen. Vielleicht erscheint dies im ersten Augenblick paradox – man baut sich doch schließlich eine eigene Firma auf! Aber man sollte daran denken, dass vor möglichen Abstürzen heute keiner mehr bewahrt ist. In jedem Fall lohnt es sich, das Angebot zu prüfen, und dann in Ruhe zu entscheiden, ob man diese Absicherung wünscht.

Last but not least - die persönliche Altersvorsorge sollte nicht aus dem Auge verloren werden. Sicher, wer denkt schon an die Rente, wenn man gerade durchstarten will. Aber spart man nicht als Arbeitnehmer bereits mit Eintritt ins Berufsleben für die Altersrente an? Sich darauf zu verlassen, dass man bis dahin ein gut situierter Unternehmensbesitzer ist, der genug Geld besitzt, ist vielleicht etwas blauäugig! Bei der Anlageform sollte darauf geachtet werden, dass sie im schlimmsten Fall – einer Insolvenz – bestehen bleibt.

Autor: ck | Veröffentlicht am Dienstag, 12. Oktober 2010
Tags: Versicherung Vorsorge Unternehmen Krankenversicherung Existenzgründung private Vorsorge Betriebsgründung