Fixkosten einer Selbständigkeit berücksichtigen: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Steuern und mehr

In den letzten Jahren wurden die Bedingungen um sich selbständig machen zu können, sehr vereinfacht. Dies hatte zur Folge, dass viele Menschen aus der Arbeitslosigkeit heraus den Weg in die Selbständigkeit gewagt und kläglich gescheitert sind.

Das hat nicht unbedingt damit etwas zu tun, dass ihre Geschäftsidee nicht gut war oder die Arbeitsleistung nicht ausreichend war. Vielmehr ging den Betroffenen das Geld schneller aus als sie gedacht haben. Viele Existenzgründer vergessen nämlich, dass mit der Selbständigkeit auch viele Kosten zusammenhängen, die ein Arbeitnehmer nicht hat.

Zu den Fixkosten, die ein Selbständiger unbedingt berücksichtigen muss, gehört vor allem der Beitrag zur Krankenversicherung. Ganz gleich ob er dabei in der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung ist – er muss den Beitrag ganz allein bezahlen. Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland sind nicht gerade gering. Mit rund 350 Euro muss man in jedem Fall rechnen und das jeden Monat. Des Weiteren muss ein Selbständiger sich selbst um eine Rentenversicherung kümmern, denn er fällt in Deutschland komplett aus dem sozialen Netz heraus. Damit im Rentenalter auch wirklich genug Geld zum Leben vorhanden ist, muss während der Berufstätigkeit auch eine entsprechend hohe Summe zurückgelegt werden. Hier reichen meist 200 Euro im Monat kaum aus.

Der entscheidende Knackpunkt bei einer Selbständigkeit sind die Steuern. Kommt der Existenzgründer in einen bestimmten Einkommensbereich, muss er in Deutschland die Einkommensteuer bezahlen. Sie wird vom Finanzamt aufgrund von Schätzungen für das kommende Geschäftsjahr festgelegt und ist monatliche bzw. quartalsweise zu entrichten. Zahlreiche Existenzgründer stolpern über die Steuer, denn sie wird schlichtweg vergessen. Das ganze Jahr über wird gut verdient und beim Jahresabschluss stellt sich dann heraus, dass der Existenzgründer in die Einkommensteuerpflicht gerät. Das Finanzamt schickt den Bescheid und die finanziellen Katastrophe ist perfekt.

Damit dies möglichst nicht der Fall ist, sollten Existenzgründer von Anfang an mit einem versierten Steuerberater zusammenarbeiten. Er gibt nicht nur wertvolle Tipps für die steuerliche Behandlung der Selbständigkeit, sondern insgesamt zur Finanzierung der Existenzgründung. So hat jeder eine reelle Chance, gut in die Selbständigkeit zu starten und wirklich von ihr Leben zu können.

Autor: kb | Veröffentlicht am Freitag, 24. Juni 2011
Tags: Steuern Steuerberater Krankenversicherung Existenzgründung Selbständigkeit Rentenversicherung Existenzgründer Existenzgründerberatung