Franken-Kredit 2011: Wegen Krise bei ungünstigem CHF-Kurs aussteigen?
Bedingt durch die Eurokrise ist der Schweizer Franken begehrt. Man muss mehr Euro aufwenden, um Franken zu bekommen.
Generell gilt, dass ein Kredit in Auslandswährung immer ein Währungsrisiko beinhaltet, das man nicht kalkulieren kann. Es gibt zwar die Möglichkeit, dieses Währungsrisiko abzusichern. Doch sind solche Möglichkeiten in aller Regel so teuer, dass der Auslandskredit damit nicht billiger als ein Inlandskredit wird.
Umgekehrt müsste es sich also heute lohnen, einen Kredit in Schweizer Franken aufzunehmen. Wenn sich die Lage normalisiert, könnte der Euro steigen, und man braucht weniger Franken, um den Kredit zurückzuzahlen. Wenn dann noch die Zinsen in der Schweiz günstiger wären, wäre das wirklich ein gutes Geschäft.
Doch ist das eben eine Spekulation, bei der man gewinnen, aber auch verlieren kann. So ist nicht gesagt, dass der Kreditzins in der Schweiz günstiger sein muss und vor allem es auch bleibt. Und es ist auch nicht sicher, dass sich die Krise nicht doch noch einmal wiederholt und die Währungsrelation dann noch ungünstiger wird. Vor allem: die Situation muss ja auch genau zum Rückzahlungszeitpunkt günstig sein, nicht ein paar Monate vorher oder nachher.
Etwas anderes gilt nur dann, wenn man zum Tilgungszeitpunkt ohnehin über ausreichend Schweizer Franken verfügt, weil dann beispielsweise eine Geldanlage in Franken frei wird.
Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 4. Juli 2011
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