Frauenquote: Frauen gesetzlich in Führungspositionen bringen - die beste Lösung?
In manchen Kreisen ist viel von der Frauenquote die Rede. Ein Allheilmittel, um endlich mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen?
Im Beamtenbereich ist es wohl üblich, dass man nach mehr oder weniger langer Zeit mit einer Beförderung rechnen darf. So ähnlich dürfte das auch mit der Frauenquote funktionieren. Wenn ein Posten frei wird und die Quote erfüllt werden muss, rückt die Dame nach, die am längsten darauf wartet.
Nicht immer ist das die beste Lösung. Weder für die Mitarbeiterin, noch für das Unternehmen. Vielleicht gäbe es für das Unternehmen eine bessere Lösung, aber sie wird nicht gesucht, weil die Quote erfüllt werden muss. Und die wenigsten Mitarbeiterinnen können einer Beförderung widerstehen, obwohl sie mit dem neuen Job überfordert sind und ihn eigentlich auch nicht haben wollen - die beste Voraussetzung, dass der Jobwechsel misslingt.
Andererseits bietet die Frauenquote auch Chancen. Wenn sie nicht erfüllt ist, hat "im Zweifel" eine Frau die besseren Chancen auf den Job, wenn sie die entsprechende Qualifikation mitbringt. Auch kann es sich lohnen, sich auf eine Beförderung vorzubereiten, in dem man eventuelle Defizite durch Weiterbildungskurse abbaut.
Doch muss nicht nur der Blick auf die Quote ein Unternehmen attraktiv erscheinen lassen. Wenn es ein einem Unternehmen schon Frauen in höheren Positionen gibt, kann man im Vergleich mit einer Männerdomäne davon ausgehen, dass da die Karrierechancen besser sein werden. Es kann sich durchaus lohnen, vor einer Bewerbung den Blick auch auf solche Faktoren zu richten.
Autor: gs | Veröffentlicht am Mittwoch, 12. Januar 2011
Tags: Beamte Karriere Beförderung Aufstiegschancen Frauenquote Quotenfrau Führungsposition