Geld anlegen in Aktienfons
Als Aktienfons werden Investmentfonds bezeichnet, bei denen der Anleger sein Geld überwiegend oder vollständig in Aktien nach bestimmten Kriterien investiert. Als Kriterien können bei Aktienfonds regionale Orientierungen nach bestimmten Ländern oder bestimmte Branchen dienen. Andere Aktienfonds investieren in Aktiengesellschaften einer bestimmten Größe oder richten sich nach der Wertung der Unternehmen (Anlage zum Beispiel nur in DAX-Unternehmen). Gegenüber Rentenfonds besitzen Aktienfonds kurzfristig ein höheres Risiko, bieten aber längerfristig bessere Renditechancen.
Bei Aktenfonds muss der Anleger grundsätzlich in zwei Kategorien unterscheiden, in ausschüttende und thesaurierende Aktienfonds. Im Gegensatz zu thesaurierenden Fonds werden bei den ausschüttenden Fonds die dem Fonds zukommenden Erträge (oder ein Teil dieser) an die Anteilsinhaber ausgeschüttet.
Dabei ist zwischen ordentlichen Erträgen, wie Dividenden oder Zinsen, und außerordentlichen Erträgen, die aus der Veräußerung von Aktien entstehen können, zu unterscheiden. Bei einer Ausschüttung vermindert sich der Anteilpreis des Investmentfonds am Tag der Ausschüttung um den gezahlten Betrag pro Anteil. Üblich ist es, Aktienfonds mit einer ausschüttenden und einer thesaurierenden Tranche aufzulegen.
Beim Kauf eines Anteils an einem Aktienfond muss der Anleger beachten, dass er zunächst einen einmaligen Ausgabeaufschlag auf den aktuellen Kurs zu zahlen hat. Der Ausgabeaufschlag wird in der Regel als Prozentsatz auf der Basis des Rücknahmekurses festgesetzt. Die Höhe des Ausgabeaufschlags liegt meist zwischen einem und sieben Prozent vom aktuellen Kurs des Fonds und soll zur Deckung der Vertriebskosten dienen. Vermittler können dem Anleger Rabatte auf den Ausgabeaufschlag einräumen.
Autor: ab | Veröffentlicht am Freitag, 3. September 2010
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