Geld anlegen: Vor- und Nachteile des klassischen Sparbuchs
Sparbücher gelten als sichere Anlage. Jeder kennt sie und gerade von vielen älteren Menschen werden sie auch in der Gegenwart noch oft als Geldanlage genutzt. Nur stellt sich die Frage: Können wir bei den derzeitigen Sparbuchzinsen eigentlich noch von einer Geldanlage sprechen? Oder ist es nicht vielmehr eine „Geldvernichtung“ für den Sparer?
Bei Zinssätzen von oft nicht einmal 0,5 Prozent und einer offiziellen Inflationsrate, die in Deutschland in diesem Jahr auf jeden Fall höher liegen wird, kann man eher die zweite Frage mit „ja“ beantworten. Aber es gibt auch Kreditinstitute, die mehr als ein Prozent Zinsen auf das Sparbuch zahlen.
Die Postbank hat mit der SparCard 3000 plus direkt ein Konto im Portfolio, welches zwar mit dem klassischen Sparbuch fast nichts mehr gemeinsam hat, aber die gleiche Sicherheit bei vergleichbaren Konditionen mit dem „Buch“ bietet. Wie beim Sparbuch besteht eine dreimonatige Kündigungsfrist, wenn man das gesamte Vermögen abheben möchte. Sonst kann der Kunde über maximal 2.000 Euro pro Monat verfügen. Der Unterschied zum klassischen Sparbuch besteht darin, dass alle Transaktionen im Zusammenhang mit dem Konto online per Telefon abgewickelt werden müssen. Das beginnt bereits mit der Kontoeröffnung. Einzahlungen müssen online per Überweisung getätigt werden. Eine Bargeldabhebung ist am Postbankautomaten möglich.
Weitere Angebote für Sparbücher mit über einem Prozent Zinsen gibt es derzeit unter anderem noch bei der NordFinanz Bank AG bei dreimonatiger Kündigungsfrist und mehr bei einjähriger Kündigungsfrist und bei der TARGOBANK. Bei letztgenanntem Kreditinstitut muss man ein Sparbuch mit dem sogenannten Doppelzinssparen beantragen. Sonst gelten die üblichen Bedingungen für ein Sparbuch.
Autor: ab | Veröffentlicht am Freitag, 3. September 2010
Tags: Zinsen Sparbuch Konditionen Geld anlegen Inflationsrate