Geld anlegen: was sind Bundesschatzanleihen?

Die Wertpapiere der Republik Österreich nennen sich Bundesschatzanleihen und können direkt erworben werden. Der Zinssatz bei einer Bundesschatzanleihe ist zwar niedriger als bei einem festverzinslichen Wertpapier, allerdings spart sich der Anleger die Kauf-, Verkaufs-, Verwaltungs- und Kontoführungsgebühren.

Die Laufzeiten der Bundesschatzanleihen betragen wahlweise 1, 3, 6 oder 12 Monate bzw. 2, 4, 5 oder 10 Jahre. Am Ende der Laufzeit bekommt der Anleger sein Kapital zuzüglich Zinsen ausbezahlt. Aber auch eine vorzeitige Auszahlung ist möglich, allerdings fallen hier Liquiditätskosten an. Die Höhe dieser Kosten sind unterschiedlich und berechnen sich nach der gewählten Laufzeit.

Der Mindesteinzahlungs- und Mindesauszahlungsbetrag beträgt 100 Euro. Die Einlagehöhe ist unbegrenzt und durch die Republik Österreich ist die Einlagesicherheit stets gewährt. Einzahlungen auf das Bundesschatz-Konto kann der Sparer jederzeit vornehmen. Die Versteuerung für Personen die ihren Wohnsitz in Österreich haben erfolgt auf Grundlage des im Einkommenssteuergesetz festgelegten Kapitalertragssteuersatz. Personen mit Wohnsitz in einem andern EU-Land zahlen die EU-Quellensteuer.

Der Abzug erfolgt automatisch bei Zinsgutschrift ohne Informationsweiterleitung an das zuständige Finanzamt. Der Anleger kann aber auch keinen Abzug der Quellensteuer beantragen, in dem er der zuständigen Behörde eine entsprechend ausgefüllte Bescheinigung einreicht. Bundesschatzanleihen sind also eine gute Alternative zu anderen Anlageformen, sofern man sich vorher ausführlich informiert.

Autor: bm | Veröffentlicht am Dienstag, 18. Mai 2010
Tags: Einzahlung Konditionen Finanzamt Investition Anleihe