Geld anlegen: Zertifikate an der Börse
Aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei den von Kreditinstituten ausgegebenen Zertifikaten um Schuldverschreibungen. Tatsächlich sind es Wertpapiere bei denen meist auf die Börsenentwicklung „gewettet“ wird. Wenn man sich dessen bewusst ist, weiß man auch, dass es bei Wetten immer Sieger und Verlierer gibt. Wer sich auf solche Finanzwetten einlässt, muss also auch das finanzielle Risiko mit einplanen. Nicht selten führte dieses Risiko in jüngster Vergangenheit zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Wer einen Teil seines Geldes in ein Zertifikat anlegt, und niemand sollte seine gesamten Rücklagen in diese Form von Wertpapieren investierten, sollte sich auch darüber klar sein, dass im Falle einer Insolvenz des Kreditinstituts der Einlagensicherungsfond nicht zum Tragen kommt. Dies mussten eben erst jene Anleger erfahren, die in Lehmann-Zertifikate investiert hatten.
Spätestens seit der „Lehmann-Pleite“ haben Zertifikate einen schlechten Ruf. Es gibt aber durchaus gute Papiere, zumal man bedenken muss, dass nach den finanziellen Staatskrisen 2010 auch EU-Staatsanleihen nicht in jedem Fall als „sicher“ zu betrachten sind.
Wer also mit dem Börsengeschehen gut vertraut ist, besitzt auch heute noch mit einigen Zertifikaten gute Renditeaussichten. Einige der bekanntesten Vertreter dieser Wertpapiere sind Index-Zertifikate (die Entwicklung wird an eine bestimmte Aktiengruppe gebunden, zum Beispiel an den DAX), Discount-Zertifikate (Emittent gewährt Rabatt auf den Börsenkurs) und Garantie-Zertifikate (Emittent gewährt Kapitalschutz).
Autor: ab | Veröffentlicht am Mittwoch, 1. September 2010
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