Geld und Finanzen verstehen: Deutsche im Abseits!

Ein interessanter Artikel auf der Webseite der WELT Online sorgte Mitte April für Aufsehen. Einer Studie zufolge, bei der das Wissen um das Geld in europäischen Staaten verglichen wird, schätzen die deutschen Anleger ihr Finanzwissen sehr gering ein - sie vertrauen eher einer guten Beratung bei den Banken.

Damit können sich deutsche Banken freuen, denn immerhin beweist diese Studien, dass die Kunden das Vertrauen in ihrer Bank noch nicht verloren haben. In Sachen Geld führt für die meisten deutschen Verbraucher kein Weg an einem qualifizierten Berater vorbei. Dabei profitieren die Banken vor allem von der Unsicherheit, denn laut der Studie sehen sich 56 Prozent der Bundesbürger als „Analphabeten in Finanzfragen“ an. Nur die Finnen und die Spanier geben an, noch weniger über Geld zu wissen.

Jedoch gibt es laut der Studie auch einen Wehrmutstropfen für die Berater der Banken: eine Minderheit der Befragten glaubt nämlich, dass bei Banken qualifizierte Berater auch wirklich zu finden sind. Ist ein solcher Berater gefunden, bemängeln viele Befragte dass sich dieser nicht genug Zeit nimmt, um einen Überblick über die finanziellen Bedürfnisse der Kunden zu bekommen. Noch schlechter empfunden wird der Bereich der regelmäßigen Depotprüfung. Hier ist nur jeder fünfte Befragte mit der Leistung zufrieden gewesen.

Die Studie würde im übrigen von Meinungsforscher der TNS Sofres im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity durchgeführt. Befragt wurden Menschen in elf europäischen Ländern.

Autor: kb | Veröffentlicht am Dienstag, 11. Mai 2010
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