Geld verdienen auf dem Trödelmarkt
Oft reicht der Verdienst aus einem Vollzeitjob nicht, um große Sprünge zu machen. Viele Menschen suchen daher einen Nebenjob, um die Haushaltskasse aufzubessern. Meist fehlt jedoch die Zeit, regelmäßig nebenbei zu arbeiten. Bei dem Verkauf auf einem Trödelmarkt kann man sich ab und zu etwas extra verdienen. In jeder größeren Stadt finden regelmäßig, meist am Sonntag, Trödelmärkte statt.
In Zeiten der Wirtschaftskrisen, den steigenden Preisen für Luxusgüter wie Büchern, schöner Kleidung und Technik und den im Gegenzug dazu sinkenden Löhnen boomt das Geschäft auf den Trödelmärkten. Viele Menschen wollen auf kleine Extras nicht verzichten, sind aber nicht bereit, den teuren Anschaffungspreis im Laden zu bezahlen. Genau an dieser Schnittstelle kommen Käufer und Verkäufer zusammen. Was für den einen ein absoluter Fehlkauf war, wird von einem anderen vielleicht schon lange gesucht.
Wer auf einem Trödelmarkt verkaufen möchte, muss sich bei dem jeweiligen Veranstalter anmelden. Oft liegen direkt auf den Märkten Flyer aus oder die notwendigen Informationen sind im Internet zu finden. Man kann einen überdachten Stand anmieten oder sich selbst einen Tisch mitbringen. Der nächste Schritt ist die Entrümpelung des eigenen Hausstandes. Egal ob altes aber gut erhaltenes Geschirr, Bücher, die zu eng gewordene Jeans oder der ausgediente Computer – auf dem Trödelmarkt findet sich für fast alles ein Käufer. Eine besonders große Nachfrage besteht für Kinderkleidung, Spielzeug und Antiquitäten.
Um einen guten Tagesverdienst zu bekommen ist es wichtig, seine Angebote geschmackvoll darzustellen. Teure Artikel sollten als Blickfang auf dem hinteren Teil des Tisches stehen. So können sie auch nicht aus Versehen herunterfallen und kaputt gehen. Auch Kramkisten erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Besuchern der Trödelmärkte. Bei den Preisen sollte man so kalkulieren, dass beim Handeln ein Rabatt noch möglich ist. Genügend Wechselgeld, kleine Tüten um die verkauften Sachen einzupacken und ein paar Snacks für zwischendurch sollte man immer dabei haben. Ein Nachteil beim Verkauf auf dem Trödelmarkt ist der meist schon frühe Beginn. Oft fängt der Aufbau schon sieben Uhr früh an und das Ausschlafen am Sonntag ist somit nicht möglich. Auch die Standmiete, die je nach Markt ungefähr 12 Euro bis 25 Euro beträgt, muss erst einmal investiert und auf dem Trödelmarkt wieder eingenommen werden. Hat man diese Hindernisse jedoch überwunden, bringt der Verkauf auf dem Trödelmarkt nicht nur einen guten Nebenverdienst, der bei Gelegenheitsverkäufern je nach Angebot durchschnittlich bei 80 Euro bis 150 Euro liegt, sondern man verbringt auch den ganzen Tag an der frischen Luft und lernt nette Leute kennen.
Autor: jk | Veröffentlicht am Freitag, 20. August 2010
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