Geldmarktfonds oder Tagesgeldkonto?

Banken bieten gerne Fonds an. Fachleuten den Vermögensaufbau überlassen, das ist eines der Argumente. Auch wer nur kurze Zeit anlegen möchte, kann dies im Fondsbereich tun. Geldmarktfonds sind dafür geeignet.

Geldmarktfonds legen das Fondsvermögen im Geldmarkt an. Tagesgeld und kurz laufendes Festgeld sind die Anlagen, die sich die Fondsmanager je nach der Satzung des Fonds aussuchen. Das kann auch die Anlage in ausländischer Währung sein. Der Blick in die Fondsbedingungen zeigt Näheres.

Geldmarktfonds werden auch gerne dann gewählt, wenn die Anlage automatisch erfolgt. Wenn beispielsweise ein Wertpapierdepot ein Guthaben aufweist, kann das vom Broker, wenn er kein Tagesgeldkonto anbietet, in einem Geldmarktfonds angelegt werden, bis es wieder für Käufe benötigt wird.

Vergleicht man die Anlage in Geldmarktfonds mit dem Tagesgeldkonto, dann fallen zwei Dinge ins Gewicht. Der Geldmarktfonds verlangt, wenn auch nur in sehr geringer Höhe, einen Ausgabeaufschlag, und es werden Verwaltungsgebühren fällig. Schließlich will der Fondsverwalter ja auch etwas verdienen. Um diese Kosten müsste der Ertrag des Fachmannes höher sein als der Ertrag des Laien, der einfach ein Tagesgeldkonto für die Anlage wählt.

Da lässt sich leicht ausrechnen, dass ein einigermaßen mit Geldgeschäften vertrauter Anleger gute Chancen hat, besser als der Fondsfachmann abzuschneiden. Schon mit relativ geringem Aufwand lässt sich ein Tagesgeldkonto finden, das auch in der derzeit noch niedrigen Zinslandschaft Rendite bringt.

Also: die Bankempfehlung Fonds kann man in diesem Bereich leicht durch eigene Entscheidung zugungsten eines Tagesgeldkontos toppen – und das vor allem auch ohne möglichen Kursverlust.

Autor: gs | Veröffentlicht am Donnerstag, 7. April 2011
Tags: Fonds Tagesgeld Tagesgeldkonto Geldmarkt Geldmarktfonds Kurzfristanlage