Geschlossene Immobilienfonds, Schiffsfonds, Filmfonds oder Flugzeugfonds - ein Steuersparmodell?

Geschlossene Fonds - Immobilienfonds, Schiffsfonds, Flugzeugfonds, Filmfonds - verfolgen als wesentlichen, wenn nicht sogar als Hauptzweck das Ziel, dem Anleger zu ermöglichen, einen Teil seines Engagements aus Steuern zu finanzieren.

Grundsätzlich sollte sich eine Investition auch ohne die Steuerersparnis rechnen. Wer es mit dem Steuern sparen übertreibt, landet oft bei Anlagen, die dann als Liebhaberei eingestuft werden und vom Finanzamt nicht anerkannt werden. Oft genug kommt dann noch ein tatsächlicher Verlust bei der Anlage hinzu. Daher sollte man bei solchen Anlagen sehr vorsichtig sein und, wenn man sich nicht selbst gut genug auskennt, steuerlichen Rat einholen.

Grundsätzlich ist es aber möglich, mit einem soliden Immobilienfonds Steuern wenn nicht zu sparen, so doch zu verschieben. Die tatsächliche Rendite kennt man erst nach Jahren oder gar nach Jahrzehnten, und es kann durchaus sein, dass sich die steuerlichen Bedingungen wieder einmal ändern und der geplante steuerfreie Endgewinn dann doch zu versteuern ist. Auch das ist ein Grund, nur Anlagen zu wählen, die auch ohne Steuervorteil rentabel sind.

Zwei Aspekte seien noch erwähnt. Die Verwaltungskosten des Fonds reduzieren die Rendite. Sie sollten daher angemessen und nicht überhöht sein. Und: da kein Markt für den Handel mit den Anteilen besteht, ist es schwer, vor einer Beendigung des Fonds auszusteigen.

Der Steuerspareffekt entsteht dadurch, dass die Miete Abschreibungs- und Zinsanteile enthält, die nicht zu versteuern sind. Der zu versteuernde Anteil liegt deshalb unter dem, der ausgeschüttet werden kann. Dieser Vorteil ist meist am Anfang relativ groß, kann sich während der Laufzeit aber auch umkehren. Doch muss man maximal den Ertrag versteuern, der auch erzielt wird. Am Ende kann sich ein Gewinn ergeben, wenn die Immobilien veräußert werden; sie haben in der Regel einen höheren Restwert als der, der sich steuerlich ergibt.

Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 3. Januar 2011
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