Gibt es auch in Deutschland Firmen, die 13, 14 oder mehr Gehälter zahlen?

Die Bezahlung von Mitarbeitern kann sehr unterschiedlich sein. Auch bei Tarifbindung ist nur ein Teil des Arbeitsentgelts geregelt; er definiert nur die untere Grenze. Mehr darf selbstverständlich bezahlt werden.

Wenn Firmen mit dem 13. oder 14. Monatsgehalt locken, sollte man zunächst einmal zusammenzählen. Denn die Gesamtsumme ist entscheidend. Und dann sollte man auch noch genau hinsehen, ob diese Gehälter reguläre Gehälter darstellen oder so genannte Sonderzahlungen, die freiwillig gezahlt werden und vom Arbeitgeber beliebig gestrichen werden können.

Im Zweifel sind zwölf feste Monatsgehälter besser als 13 oder 14 Gehälter, von denen nur zwölf sicher sind. Andererseits kann man natürlich auch von einer flexiblen Bezahlung profitieren, die in einer größeren Anzahl an Gehältern besteht.

Es kommt darauf an, wie risikofreudig man selbst ist und wie gut man das eigene Arbeitsergebnis beeinflussen kann. Im Außendienst kann ein Vollblutverkäufer blendend verdienen, und der biedere Angestellte, der sich von dem damit verbundenen Einkommen blenden lässt, kommt nicht von der Stelle und bleibt auf einem mageren Fixum hängen, weil er eben kein Verkäufertyp ist. Auch das gilt es zu bedenken.

Firmen, die mehr als zwölf Gehälter zahlen oder andere Sonderzahlungen leisten, gibt es relativ häufig. Meist hängen diese Zahlungen heute aber vom Geschäftsergebnis ab und sind deshalb vom Einzelnen nicht direkt beeinflussbar.

Autor: gs | Veröffentlicht am Dienstag, 26. Juli 2011
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