Grundwissen Geld - vom Ziegentausch zur Finanzkrise
Tagtäglich haben wir es vor Augen, haben wir es in den Händen: Geld in seinen unterschiedlichsten Formen. Ob als Münzen und Scheine, ob als Auszug am Bankschalter, auf dem Bildschirm beim Onlinebanking oder als Kreditzusage der Bank beim Kauf einer Immobilie. Geld ist in den unterschiedlichsten Formen ein anerkanntes Zahlungsmittel. Doch woher kommt das ? Wie ist Geld entstanden ?
Zu Beginn der Geschichte des Geldes gab es so genanntes Naturalgeld. Getreide, Naturprodukte, Gold und Silber waren anerkannte Zahlungsmittel und sind es in manchen Teilen der Welt bis weit ins 20. Jahrhundert geblieben (Getreide in Tibet bis 1952). Der Wert dieser Gegenstände war als Tausch- und Zahlungsmittel anerkannt. Später ging man dazu über, Abbilder dieser Tauschgegenstände auf flache Metallstücke aus zumeist Gold und Silber zu prägen. Dadurch entfiel die Notwendigkeit, bei einem Kauf beispielsweise 30 Ziegen mit sich zu führen. Es wurde damit anerkannt, dass 30 dieser „Ziegenbilder“ dem Wert von 30 echten Ziegen entsprachen. Damit waren Münzen geboren.
Das Geld, wie wir es heute kennen, ist Kreditgeld. Derjenige, der es hat, besitzt eine Forderung gegenüber der Bank oder dem Staat, der dieses Geld in Umlauf bringt. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges war es sogar so, dass alles sich im Umlauf befindende Geld (Münzen, Scheine…) durch Silber oder Gold gedeckt war. So konnte man mit einem Geldschein zur Bank gehen und sich den Gegenwert des Scheines in Goldmünzen auszahlen lassen. Man sprach dabei von Golddeckung. Diese Golddeckung fand nach dem Ende des ersten Weltkrieges und der anschließenden Weltwirtschaftskrise ein Ende.
Heute gibt es andere – streckenweise sehr komplizierte – Instrumente der Finanzpolitik der Zentralbanken, die auf die Stabilität unserer Währung abzielen.
Autor: mk | Veröffentlicht am Freitag, 5. Februar 2010
Tags: Naturalgeld Tauschgegenstände Kreditgeld Golddeckung