Hauptgrund für die Schuldenfalle: Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt. Mindestens jeder 10. Haushalt in Deutschland hat Schulden. Im Jahr 2009 untersuchte das Statistische Bundesamt dieses Phänomen. Und es gibt einen Hauptgrund. Die meisten Menschen rutschen in die Schuldenfalle, weil sie ihre Arbeit verloren haben. Das hat die Befragung der Schuldnerberatungsstellen ergeben.

Was aber tun, wenn die Schuldenfalle zugeschnappt ist, der erst Mahnbescheid ins Haus flattert und die Forderungen die Einnahmen übersteigen. Zu allererst: Ordnung in die Unterlagen bringen. Sortieren, Darlehensverträge, Rechungen, Kaufverträge, Mahn- und Vollstreckungsbescheide und natürlich geleistete Zahlungen in einem Ordner sammeln und chronologisch ordnen.

Stellen Sie einen Haushaltsplan auf: Was verdienen Sie, stellen Sie Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Vordrucke für Haushaltspläne finden Sie ganz leicht im Internet, wenn Sie "Haushaltsplan" in einer Suchmaschine eingeben.

Reduzieren Sie die Ausgaben, erhöhen Sie die Einnahmen. Das ist leichter gesagt als getan. Überlegen Sie, ob Sie eine Möglichkeit haben, nebenher etwas dazuzuverdienen. Prüfen Sie, ob Sie staatliche Unterstützung bekommen. Beantragen Sie zum Beispiel Wohngeld. Weitere Geldquellen könnten sein: Bundesausbildungsförderung (BAföG) andere Ausbildungsbeihilfen, Eigenheimzulagen, auch Renten, finanzielle Leistungen bei Geburt eines Kindes, bei Krankheit, Erziehungsgeld, Elterngeld, Unterhaltsansprüche und Unterhaltsvorschuss, Kindergeld und Kindergeld-Zuschlag.

Als letzter Ausweg gilt die Verbraucherinsolvenz. Wenden Sie sich dazu an einen Schuldnerberater bzw. an eine Schuldnerberatungsstelle.

Autor: gw | Veröffentlicht am Montag, 30. August 2010
Tags: Schulden Arbeitslosigkeit Insolvenz Schuldenfalle Privatinsolvenz Kredite