Immobilienfonds - wie verdienen sie Geld?
Immobilienfonds legen ihr Geld in Immobilien, also in Grundstücken und Gebäuden, an. Meist sind dies gewerbliche Immobilien, also Fabrikanlagen, Kaufhäuser, Einkaufszentren oder Hotels. Dafür kassieren sie Miete, die sie wieder an die Anleger ausschütten oder auch, wenn die Fondsregeln dies vorsehen, thesaurieren. Dazu halten sie einen variablen Anteil am Fondsvermögen je nach Satzung in bar oder anderen liquiden Anlagen.
Die Mietverträge sind meist sehr langfristig, etwa zehn oder fünfzehn Jahre. Oft sind die Immobilien auf den Mieter zugeschnitten oder gar nach dessen Wünschen gebaut. Unternehmen, die einen hohen Bedarf an Flächen haben, etwa Einzelhandels- oder Kaufhausgesellschaften, könnten diese nicht selbst finanzieren, sondern sind auf eine Fremdfinanzierung angewiesen. Durch die Zusammenarbeit mit einem Fonds erhalten sie die Möglichkeit, einheitliche Gebäude entsprechend ihren Bedürfnissen mieten zu können, ohne dass große Umbaukosten wie bei der Miete eines bestehenden Gebäudes anfallen. Meist werden solche Mietverträge nach ihrem Ablauf nochmals verlängert, wenn sich dies aus der Sicht des Mieters wirtschaftlich rechnet.
Oft sind die Mieten auch indexiert, d. h. sie steigen in gleichem Maße wie der zugrunde liegende Index. Das sichert die Werthaltigkeit der Immobilie.
Ein Verkauf der Immobilie kommt meist erst zum Ablauf einer Mietperiode in Frage. Eventuell wird sie vom Mieter übernommen. Ob dabei allerdings ein Gewinn entsteht, ist nicht immer sicher. Deshalb ist es für den Immobilienfonds recht schwierig, bei Kapitalbedarf durch eine massive Anteilsrückgabe diesen zu decken.
Autor: gs | Veröffentlicht am Dienstag, 28. Dezember 2010
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