Index kaufen: Sind Exchange-traded Funds zu empfehlen?
Wer kennt das nicht: man möchte gerne an der Börse Geld verdienen und glaubt, dass der richtige Zeitpunkt für den Einstieg jetzt gekommen ist. Doch hat man nicht die Zeit, sich selbst um die Anlage zu kümmern und etwa einzelne Aktien auszuwählen. Andererseits will man die hohen Ausgabeaufschläge und sonstige Kosten bei Fonds vermeiden, weil sie die Rendite wegfressen. Der Ausweg: Exchange-traded Funds.
Diese Anlageprodukte waren ursprünglich für institutionelle Anleger gedacht, die genau diese Überlegungen anstellten. Heute sind sie allgemein verfügbar, werden aber oft nicht empfohlen, weil sie für die Banken nicht so attraktiv wie Fondsanteile sind. Es entstehen nur die üblichen Transaktionskosten für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren.
Der klassische ETF, wie er abgekürzt heißt, bildet einen Index nach, beispielsweise die 30 Werte des DAX. Das Fondsvermögen besteht aus diesen Aktien mit den dem DAX entsprechenden Anteilen. Man muss aber nicht etliche 1.000 Euro aufwenden, sondern kann sich mit wesentlich kleineren Summen begnügen. Durch die Nachbildung eines Kurses entstehen auch geringere Verwaltungskosten, die dem Anleger zugute kommen.
Allerdings gibt es heute auch ETF's, denen exotische Indizes oder spezielle Kursverläufe zugrunde gelegt werden. Da sollte man vorsichtig sein. Der klassische ETF dagegen ist eine Anlagemöglichkeit, mit der man die Rendite erwirtschaftet, die der Anlage in den im Index enthaltenen Aktien entspricht.
Autor: gs | Veröffentlicht am Freitag, 31. Dezember 2010
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