Investieren in Gold: ein sichere, rentable und zeitgemäße Anlageform?

Geldinvestitionen in Edelmetalle haben in den letzten Jahren einen Aufschwung erhalten. Auch Privatpersonen wird zunehmend empfohlen, lieber in Goldmünzen oder Goldbarren zu investieren, als Bargeld auf irgendwelchen Bankkonten zu deponieren. Ob Gold als sichere Anlage betrachtet werden kann, ist nicht sicher mit Ja oder Nein zu beantworten. Da Gold nur begrenzt auf der Erde vorkommt, wird es wohl immer einen gewissen Wert haben. Doch der Goldkurs kann erheblichen Schwankungen ausgesetzt sein; große Verluste sind möglich. Doch was sollte man noch über die Investition in Gold wissen?

Gold wird pro Feinunze berechnet. Eine Unze entspricht 31,1035 Gramm. Der Preis resultiert zum einen aus der Nachfrage nach echtem Gold, zum anderen richtet er sich danach, wie viele Investoren den Goldkauf als lohnender ansehen als eine Anlage in Wertpapieren. Erworben werden kann Gold sowohl in physischer Form (Barren oder Münzen) als auch in Form von Zertifikaten, Optionsscheinen oder Fonds. Physisches Gold ist bei Banken oder privaten Unternehmen, die sich auf den Goldhandel spezialisiert haben, erhältlich. Goldzertifikate werden über all dort angeboten, wo Wertpapiere zu haben sind. Der Goldpreis wird immer in Dollar notiert. Eventuell kann es sich lohnen, Gold-Wertpapiere mit dem Zusatz „Quanto“ zu erwerben. Sie orientieren sich zwar am Goldpreis, werden aber in Euro ausgewiesen.

Ein für viele Menschen entscheidender Vorteil, in Gold zu investieren, ist, dass Barren oder Münzen nicht versteuert werden müssen – weder beim Kauf noch beim Verkauf. Gold-Wertpapiere müssen allerdings, wie andere Wertpapiere auch, beim Verkauf mit 25 % Abgeltungsteuer auf die Gewinne versteuert werden. Ein Nachteil beim Kauf ist der Aufschlag, der auf den Kurs gezahlt werden muss – bei Barren ist er meist größer als bei Münzen.

Je größer die Kaufmenge, desto geringer ist die Gebühr. Bei Papieren fällt ein Ausgabeaufschlag – wie bei Wertpapieren auch – in Höhe bis zu fünf Prozent auf den Kurs an. Weitere Nachteile dieser Anlageform sind, dass der Anleger nur bei Kursanstiegen profitiert und keine Zinsen gutgeschrieben werden.

Autor: ks | Veröffentlicht am Dienstag, 7. September 2010
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