Ist das Sparbuch noch zeitgemäß?
Das gute alte Sparbuch ist irgendwie nie wirklich altmodisch geworden. Fast jeder Haushalt hat mindestens noch eines irgendwo im Schrank liegen. Und das, obwohl die Zinsen im Vergleich zu anderen Spar- und Anlageformen relativ gering sind. Außerdem unterliegen die Zinsen, die für das Guthaben ausgezahlt werden, der Kapitalertragssteuer. Ohne erteilten Freistellungsauftrag müssen für die aufgelaufenen Zinsen Steuern entrichtet werden.
Auch die Zinsen sind nicht wirklich dafür geeignet, wenigsten die jährliche Inflation ausgezugleichen. Trotzdem gehört das Sparbuch nach wie vor zu einer attraktiven, risikolosen Anlageform. Grund hierfür ist auch der schnelle und unkomplizierte Zugriff auf das Ersparte, wenn schnell Geld benötigt wird. Ein Gang zur Bank genügt und das Geld ist verfügbar. Zwar ist das Abheben pro Monat auf einen bestimmten Betrag begrenzt. Das Geld für eine neue Waschmaschine kann aber ohne Probleme - auch auf einmal - abgehoben werden.
Ein weiterer Vorteil ist, dass keine regelmäßigen Einzahlungen stattfinden müssen, um diese Anlageform aufrecht zu erhalten. Und gerade für die Generation 65+ ist das Sparbuch etwas Greifbares und nicht so abstrakt, wie etwa ein online geführtes Tagesgeldkonto.
Für Kinder und Enkelkinder wird auch heute gerne noch ein Sparbuch angelegt, auf dem Geld für den Führerschein oder das erste kleine Auto angespart wird. Das war früher so und wahrscheinlich wird es auch in den nächsten zehn Jahren noch so sein.
Autor: ks | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. September 2010
Tags: Sparbuch Tagesgeldkonto Freistellungsauftrag Anlageform Kapitalertragssteuer