Ist Daytrading für Normalverbraucher sinnvoll?

Ein klares Nein! Als Daytrading bezeichnet man den Kauf und Verkauf von Aktien und anderen Wertpapieren innerhalb eines Tages. Dazu muss man ständig vor dem Computer sitzen und die Kurse beobachten. Man braucht einen sehr günstigen Broker - und viel Kapital. Denn um schon kleinste Kursschwankungen ausnutzen zu können, muss viel bewegt werden, damit die Kursgewinne nicht von den Transaktionskosten aufgefressen werden.

Daytrading, also der Kauf und Verkauf von Aktien innerhalb eines Börsentages oder auch der Leerverkauf und Rückkauf, das ist eine Sache für Spezialisten, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als Börsenkurse zu beobachten. Sie nutzen kleinste Kursschwankungen aus. Häufig ist es ja so, dass eine Aktie aufgrund eines Ereignisses plötzlich stark steigt oder fällt. Dann kommt es meist zu einer Gegenbewegung. Die kann ein geschickter Daytrader ausnutzen. Ob er es aber immer schafft, eine "gefallene" Aktie am Tiefpunkt zu erwerben und sie nach der Erholung sofort wieder zu einem höheren Kurs zu verkaufen? Möglich ist das schon, aber auch sehr wahrscheinlich?

Für Otto Normalverbraucher liegen die Transaktionskosten oft bei einem Prozent des Transaktionswertes. Kauf und Verkauf, das sind schon zwei Prozent. Also muss die Kursbewegung schon mehr als zwei Prozent ausmachen, damit man überhaupt Chancen hat, in die Gewinnzone zu kommen. Oder man muss einen sehr günstigen Broker haben. Wer beispielsweise nur 2,50 Dollar pro Transaktion zahlt und 5.000 Dollar investiert, ist schon bei einem Anstieg von einem halben Prozent in der Gewinnzone. Aber finden Sie einmal einen Broker, der Ihnen solch günstige Transaktionskosten bietet.

Außerdem: Lohnen sich solche kleinen Kursgewinne denn überhaupt? Da muss man wirklich größere Beträge einsetzen, um wirklich zu gewinnen.

Autor: gs | Veröffentlicht am Samstag, 19. März 2011
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