Ist PayPal eine Bank, und wer steckt eigentlich dahinter?

Das 1998 gegründete Unternehmen PayPal ist seit 2002 ein Ebay-Tochterunternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien (San José). Durch den Erhalt einer europäischen Banklizenz, die die luxemburgische Bankaufsicht Mitte 2007 erteilte, ist PayPal eine Bank und kein reiner Zahlungsdienstleister mehr.

Das Unternehmen wird seitdem von der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF)überwacht und unterliegt europäischem Recht. Heutzutage kann also jeder Inhaber eines PayPal-Kontos von sich behaupten, ein Konto in Luxemburg zu haben.

PayPal hat sich für direkte Online-Zahlungen als verlässlicher Partner erwiesen. Und das nicht nur im Ebay-Auktionshaus, sondern auch für viele andere Online-Shops weltweit. PayPal ist sicher und genauso einfach wie das Versenden einer e-mail und vor allem für den internationalen Zahlungsverkehr von großer Bedeutung. Weil dem Zahlungsempfänger keine realen Kontodaten des Kunden übermittelt und diese nur bei PayPal hinterlegt werden, ist diese Zahlungsart auch besonders sicher.

Der Zahlungsempfang ist für Privatpersonen und Händler völlig unkompliziert, denn es ist unerheblich, welche Zahlungsart der Käufer bevorzugt. Der Verkäufer bekommt sein Geld nach dem Transfer sofort auf sein Konto gutgeschrieben. Das bedeutet, dass die Ware auch schneller verschickt werden kann.

Zudem ist PayPal für Käufer immer kostenlos. Händler müssen allerdings eine Gebühr für den Zahlungseingang entrichten. Ein zusätzliche Sicherheit bietet der Käuferschutz für einen Einkauf ohne Risiko. Erhält man die via PayPal bezahlte Ware nicht innerhalb einer gewissen Frist geliefert, erhält der Käufer von PayPal das Geld wieder zurück.

Erwähnenswert ist noch, dass PayPal kein Mitglied im Einlagersicherungsfond der deutschen Banken ist. Es unterliegt nur der gesetzlichen Einlagensicherung. Mit 50.000 Euro/Person ist sie deutlich niedriger, für kleine und mittelständische Händler und Privatpersonen sollte sie jedoch im Ernstfall ausreichen.

Autor: ks | Veröffentlicht am Freitag, 3. Juni 2011
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