Jobsharing: Flexible Arbeitszeitmodelle, geteilte Arbeitsplätze

Die Arbeitswelt ist in den letzten Jahres zunehmend in Bewegung geraten. Flexibilität ist das Zauberwort. Dadurch entstanden unterschiedliche Arbeitszeitmodelle, die sich mehr oder weniger erfolgreich durchgesetzt haben. Eine davon ist das sogenannte Jobsharing. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Arbeitsplatzteilung.

Bei diesem Modell teilen sich mehrere Arbeitnehmer einen oder mehrere Arbeitsplätze. Dabei muss es nicht unbedingt das auf den ersten Blick offensichtliche Modell von zwei Teilzeitstellen sein, die zusammen eine Vollzeitstelle ergeben.

Vielmehr können Arbeitnehmer eigenverantwortlich die Arbeitszeiten einteilen. So kann zum Beispiel vereinbart werden, dass eine Kollegin zwei Tage arbeitet und die andere drei Tage und dies im wöchentlichen Wechsel. Auch kann sich das Modell auf eine Abteilung mit mehreren Mitarbeitern beziehen. Die Kombinationen sind vielfältig und können individuell gestaltet werden.

Egal welche Konstellation gewählt wird, die Vertragsvereinbarungen sind jeweils einzeln mit dem Arbeitgeber schriftlich zu vereinbaren. In der Regel wird darin auch festgelegt, wie die Urlaubs- und Krankheitsvertretung abgedeckt werden soll, was gerade für Eltern sehr wichtig ist, da sie bei einer Vertretungsverpflichtung entsprechend länger arbeiten müssten. Auch die Bezahlung kann durchaus unterschiedlich sein.

Die Lohnfortzahlung bei Urlaub und Krankheit richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes. Demnach stehen dem Arbeitnehmer bei Krankheit die vertraglich vereinbarten Stunden als Vergütung zu. Die Urlaubstage werden im Verhältnis Vollzeitstunden zu den vereinbarten Stunden entsprechend reduziert.

Dieses Modell lässt eine sehr breite Gestaltungsmöglichkeit zu, so dass auch verantwortungsvolle Positionen damit abgedeckt werden können. Bei der Vertragsgestaltung sollte allerdings genau auf die Details geachtet werden, da sehr viel Flexibilität auch ein hohes Maß an Unregelmäßigkeit bedeuten kann, und damit gerade für Eltern der Alltag schwieriger zu gestalten ist.

Autor: ck | Veröffentlicht am Montag, 16. Mai 2011
Tags: Arbeit Beruf Job Teilzeitjob Jobsharing flexible Arbeitszeiten