Jugendliche in der Schuldenfalle: Handy, Fitnessstudio und Abos aller Art leeren die Brieftasche
Schulden machen lange nicht nur Erwachsene, denn inzwischen werden diejenigen, die in zahlreiche Schuldenfallen tappen, immer jünger. Nicht selten dafür verantwortlich ist der Gruppenzwang, denn Handys, Klamotten und Co. Muss man heute einfach haben, um dazuzugehören.
Die meisten Jugendlichen können diesen vielen Versuchungen nicht widerstehen und sind schneller am finanziellen Ende, als ihnen lieb ist.
Es beginnt meist mit kleinen Beträgen, wie den 20 Euro für das Fitnessstudio. Da fragt die beste Freundin ob man nicht mitrainieren möchte, man meldet sich an und denkt „och, diese 20 Euro“. Doch sie werden Monat für Monat fällig und meist laufe solche Verträge auch noch über 24 Monate. Da kommt man nicht so schnell heraus und 20 Euro sind für einen Schüler oder einen Auszubildenden sehr viel Geld.
Auch das Handy bricht vielen Jugendlichen finanziell das Genick, denn SMS, Anrufe, Downloads und Spiele kosten Geld. Da ist der Überblick schnell verloren und was zu bezahlen ist, wird erst am Ende des Monats aufgedeckt. Besonders gefährlich sind dabei die Klingeltöne für die im TV immer wieder geworben wird.
Ruck Zuck hat man hier ein Abo abgeschlossen und wird kontinuierlich zur Kasse gebeten. Auch solche Verträge haben meist eine lange Laufzeit, gerade auch die Handyverträge selbst. Wer nämlich ein neues, subventioniertes Handy haben möchte, der muss meist einen 24 Monats-Vertrag eingehen.
Sicherlich sind bei minderjährigen Jugendlichen immer noch die Eltern gefragt, geht es um solche Verträge. Doch volljährig sein heißt ja nicht gleich auch das man über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, welches ausreichend hoch ist.
Viele Jugendliche zwischen 18 und 20 stecken noch in der schulischen oder beruflichen Ausbildung und haben eher ein begrenztes Budget zur Verfügung. Dieses ist schneller verbraucht als man denkt und so gerade immer mehr junge Menschen in finanzielle Notlagen.
Einmal mehr sind also die Eltern gefragt und sollten mit ihren Kindern zusammen den Umgang mit Geld erlernen. Zudem sollten Eltern ihre Kinder vor solchen Verträgen warnen und ein gutes Vertrauensverhältnis ausbauen. Dann holen sich Jugendliche auch Rat bevor sie einen solchen Vertrag unterschreiben, sodass Eltern hier immer noch die Notbremse ziehen können.
Autor: kb | Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2011
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