Kann die Bank auch bei Kreditablehnung Gebühren verlangen?

Eigentlich darf eine Bank keine Gebühren verlangen, wenn sie einen Kredit nicht gewährt. Die Anfrage sollte kostenlos sein. Es wäre auch nicht gerade seriös.

Meist ist es aber keine Bank, sondern ein Kreditvermittler, der im Vorfeld Gebühren verlangt. Da ist äußerste Vorsicht geboten. Wofür werden die Gebühren verlangt? Und wird etwa gar Zahlung im Voraus verlangt? Dann sollte man die Finger davon lassen. Solche Angebote taugen in aller Regel nichts.

Ein Beispiel mag dies verdeutlichen. Jemand ist in Not und sieht eine Anzeige "Kredit ohne Schufa ... Sofortige Zusage usw.". Für die Vermittlung des Kredits werden aber Gebühren oder eine Provision verlangt. Da sollte man sehr genau hinschauen. Denn die Gebühren werden nur für den Nachweis der Kreditmöglichkeit gefordert.

Ob die Bank, deren Adresse man dann erhält, den Kredit tatsächlich gewährt, ist damit noch lange nicht gesagt. Und nur für die Adresse einer Bank sind die Gebühren doch etwas üppig. Dumm nur: man muss Vorkasse leisten, und wenn man den Kredit danach nicht erhält, bleibt man auf den Kosten sitzen. Zurückfordern? Meist aussichtslos!

Es ist das normale Geschäft einer Bank, Kredit zu gewähren. Dafür erhält sie Zinsen und eventuell auch Gebühren, aber erst dann, wenn sie den Kredit auch gewährt. Die Kosten für den Kredit müssen im Vorfeld genau bekannt sein.

Autor: gs | Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Juni 2011
Tags: Bankgebühren Gebühren Kreditvermittler Bearbeitungsgebühr Spesen Kreditprüfung Bonitätsprüfung Kreditgebühren Vermittlungsgebühren Vermittlungsprovision